Message in a bottle

In London erzählen Kate Prince und ihre Kompanie ZooNation die Geschichte einer Flucht – zur Musik von Sting

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Die Idee ist eigentlich bloß Spinnerei. Die Choreografin Kate Prince sonnt sich in Griechenland und lauscht einem ihrer Lieblingssongs: «Message in a Bottle» von Sting. Wie wäre es, fragt sich der Kopf der auf Hip-Hop spezialisierten Kompanie ZooNation, mit einem Tanzabend zu Musik von Gordon Sumner (alias Sting)? Und fängt an, seine größten Hits zu einer Geschichte zusammenzustricken. Wer «The Best of Sting» googelt, hat die Tracks, die zur Uraufführung im Londoner Peacock Theatre aus den Boxen dröhnen, fast alle schon zusammen.

Das Thema ist auch klar, Griechenland ist schließlich seit Jahren, und gerade wieder verschärft, Brennpunkt der europäischen Flüchtlingskrise. Da fügen sich nicht nur die «SOS»-Rufe von «Message in a Bottle» gut ein, auch orientalische Melismen finden sich im Sting-Portfolio ja praktischerweise an prominenter Stelle, nämlich in -«Desert Rose» («ele yele», haben Sie’s im Ohr?). Hier also die Story: Eine fünfköpfige Familie wird durch einen Krieg jäh versprengt. Die Eltern kommen um, drei Teenager werden auf der Flucht getrennt und müssen sich fortan allein durchschlagen. 

Starke Hand fürs Narrativ

Wenn Sie sich da gleich müde fühlen – es sei entschuldigt. ...

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Tanz April 2020
Rubrik: Produktionen, Seite 4
von Wiebke Roloff Halsey

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