Menschenfreundin

Die Choreografin Wubkje Kuindersma ist in Kamerun geboren, lebt in den Niederlanden – und bezeichnet ihre Arbeit als «Träumen mit offenen Augen». Was das bedeutet, schildert Sander Hiskemuller

Egal, wen man fragt – diese Frau hinterlässt genau den Eindruck, den sie schon auf ihrer Website wachruft: «Choreografieren ist Träumen mit offenen Augen» lässt Wubkje Kuindersma dort wissen. Eine Haltung, die in diesen schwierigen Zeiten besonders willkommen ist. Das sagt Ted Brandsen, der künstlerische Leiter von Het Nationale Ballet in Amsterdam, wo die Choreografin als Young Creative Artist unter Vertrag ist.

Sobald sie das Studio betrete, gehe ein Licht an, so Brandsen weiter, und die Augen der Tänzer begännen zu leuchten: «Es ist so angenehm und inspirierend, mit ihr zu arbeiten. Sie hat eine offene Einstellung zum Leben und ist immer bereit, anderen zu helfen. Diese positive Einstellung kann man auch in ihrer Arbeit sehen. Da gibt es keine Schwarzmalerei. Sie würde sich nie in Trübsinn suhlen. Es steckt immer Lebenskraft darin. Diese Hoffnung ist etwas, das wir wirklich gebrauchen können.»

Neuer Stern am Ballettfirmament
«Kuindersma, merken Sie sich diesen Namen», schreibt die Tageszeitung «de Volkskrant» anlässlich der Aufführung ihrer Choreografie «Mesmer», die Kuindersma Anfang 2019 für die Juniorkompanie von Het Nationale Ballet schuf. Da hatte sie das US-«Dance ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2022
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Sander Hiskemuller

Weitere Beiträge
Queere Lust

Dem Ballettklassiker «La Fille mal gardée» kann man beim besten Willen keine tiefere Bedeutung nachsagen. Das älteste Handlungsballett, das bis heute in unterschiedlichen Versionen aufgeführt wird, ist rein komödiantischer Stoff. Obwohl im Revolutionsjahr 1789 uraufgeführt, hat das Libretto nichts Revolutionäres an sich, sieht man mal davon ab, dass das auftretende...

Tanz im TV 1/22

TV: THE MASKED DANCER
Sie hätte sofort «Defying Gravity» aus dem Hexen-Musical «Wicked» geschmettert und sich für den besten Anruf ihres Lebens bedankt, erklärte Otlile «Oti» Mabuse (ja, die Schwester unserer «Let’s Dance»-Motsi) zur TV-Show «The Masked Dancer». Damit liegt die Latte in Sachen TV-Unterhaltung natürlich weit oben. Auf den Mega-Träller- und...

Impressum 1/22

tanz. Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance

Herausgeber Der Theaterverlag – Friedrich Berlin

Redaktion Sofie Goblirsch, Marc Staudacher, Dorion Weickmann (Leitung), Arnd Wesemann Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin Tel. +49-(0)30-254495-20, Fax -12 redaktion@tanz-zeitschrift.de www.tanz-zeitschrift.de 

Gestaltung & Art direction Marina Dafova

Anzeigen /...