Mehr Freiraum
Damian Gmür, Sie leiten die Tanzausbildung an der «Hochschule für Musik und Darstellende Kunst», kurz HfMDK, in Frankfurt am Main als Nachfolger von Dieter Heitkamp, der das Amt 24 Jahre innehatte. Davor haben Sie am Stadttheater Pforzheim mit Guido Markowitz die Tanzsparte geleitet. Gab es Abschiedsschmerz?
Der Abschiedsschmerz bezieht sich vor allem auf die Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte. Die Jahre in Pforzheim waren eine spannende und kreative Zeit, denn Guido Markowitz und ich haben viel investiert in den Aufbau der Tanzsparte.
Ich war offiziell Rehearsal Director und empfand viel Freude dabei, die jungen Ensemblemitglieder beim Berufsstart zu begleiten. Parallel habe ich immer gerne an Hochschulen unterrichtet. Der Prozess, mich mehr der Tanzausbildung zu widmen, war eine organische Entwicklung. Ich realisiere erst jetzt, was für ein glücklicher Zufall es war, dass sich die Möglichkeit der Stelle in Frankfurt ergeben hat. Die Zeitfenster für solche Wechsel sind recht kurz, man muss am entsprechenden Punkt in der eigenen Biografie sein. Umso glücklicher, dass ich dem Suchprofil der HfMDK entsprochen habe.
Mit welchen Vorstellungen ist man an Sie ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz November 2024
Rubrik: Praxis, Seite 60
von Hannah Meyer-Scharenberg
Es läuft gut für Wayne McGregor. Gerade wurde dem Mittfünfziger angetragen, nach vier Jahren als Kurator der «Biennale di Danza» in Venedig zwei weitere Jahre dranzuhängen. Selbstredend sagte er zu. Daheim in London tummelt sich der Liebhaber Künstlicher Intelligenz (KI), getanzter Mikrobiologie und Neurologie im Metaverse. Die von ihm angestoßenen Begegnungen...
Eine tiefe Einsamkeit ist die Basis von Pierre Huyghes Videoinstallationen. Die gesichtslose, nackte Frau, die sich durch eine wattähnliche Landschaft bewegt («Liminal», 2024), das Affe-Mensch-Hybridwesen in einer zerstörten Stadt («Human Mask», 2014), der sensorbestückte Roboter, der in der Wüste menschliche Überreste untersucht («Camata», 2024), die bühnenartigen...
Es ist die Geschichte einer (Ost-)Deutschen, die nach Toulouse zog, um das dort ansässige Ballett zu leiten und gemeinsam mit ihrer Isetta von 1956 die «Rosa Stadt» zu verzaubern. Doch das Projekt Isetta scheiterte am bockigen Amtsschimmel. Nicht dass in der Region irgendjemand wüsste, was eine Isetta ist – BMW-Modell mit Ausstieg vorne, sehr klein und kompakt! –...
