Einsamkeit

Pierre Huyghes Ausstellung «Liminal» in Venedig

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Eine tiefe Einsamkeit ist die Basis von Pierre Huyghes Videoinstallationen.

Die gesichtslose, nackte Frau, die sich durch eine wattähnliche Landschaft bewegt («Liminal», 2024), das Affe-Mensch-Hybridwesen in einer zerstörten Stadt («Human Mask», 2014), der sensorbestückte Roboter, der in der Wüste menschliche Überreste untersucht («Camata», 2024), die bühnenartigen Geräte, die anscheinend ohne menschliches Zutun Stimmungen aus Licht und Nebel produzieren («Fortuna», 2024): Huyghes menschliche wie nichtmenschliche Protagonist*innen sind aktiv, aber ihre Aktivität ist eine rätselhafte, hermetische, die nichts zu tun hat mit dem Betrachter. Sie bleiben alleine, und entsprechend bleibt auch der Zuschauer alleine, selbst wenn er sich mit ihnen im gleichen Raum befindet.

Zumal der Raum Teil des Einsamkeits-Environments ist: Die venezianische Ausstellungshalle Punta della Dogana (die neben dem Palazzo Grassi Teil der Pinault Collection ist, der wichtigsten Sammlung für Huyghes Arbeiten) ist weitgehend ins Dunkel getaucht, und wer hier die Huyghe-Schau «Liminal» besucht, wandert entsprechend durch nachtschwarze Flächen über sandigen Boden, auf eine Geschichte zu, die nichts mit einem ...

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Tanz November 2024
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Falk Schreiber

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