Martin Landzettel
Warum sollte sich ein Tänzer für Stimmphysiologie interessieren? Als unsere Vorfahren im Zeitalter der Brachiatoren, der Armhabenden, an Land kamen, bildete sich ein Ventil im Atemtrakt, das die Luft am Ein- oder Ausströmen hindert und hilft, einen Kräftepulk zu entwickeln für das, was man äußerlich tut, etwa das Abstoßen oder das Heranziehen mit den Armen. Etwas schließt sich und führt zu Stabilität: der Kehlkopf. Später wurde er zum Phonationsorgan.
Alles, was im Körper passiert an Kraftausübung, wird qualitativ beeinflusst durch das Atemventil. Läuft etwas falsch auf stimmlicher Ebene, leidet nicht nur die Stimme, sondern das gesamte Kräfte- und Bewegungs-Repertoire.
Der Kehlkopf ist der Schlüssel? Man lernt, mit einem Organ umzugehen, das mit dem gesamten Körper im Zusammenhang steht über unzählige Muskelketten und neurologische Systemeinheiten. Der Kehlkopf reagiert, wenn wir einen Schritt tun, die Faust ballen, das Gesicht verziehen etc. Jeder Tänzer lernt, dass Atmung eine Rolle spielt. Aber das Ventil auch. Jemand macht eine Bewegung mit hochgezogenem Kehlkopf ...
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Als «George Frederick Handel» am 14. April 1759 in seinem Haus an der 25 Brook Street in London starb, wurde er als Englands größter Komponist verehrt, obwohl gebürtiger Deutscher und hier nur adoptiert. Mit der Oper assoziierte man ihn überwiegend, da er deren Form lange in Italien studiert hatte, später mit seinen Oratorien. Ballett schrieb Händel nur eins.
Umso...
Auf den Gletscher
geht’s alle Jahre wieder am 24. April. Dann bringt Hubert Lepka mit seiner Kompanie Lawine Torrèn elefantöse Pistenbullys und Hubschrauber ins österreichische Sölden, damit Hannibal es noch einmal wagen darf, die Ötztaler Alpen am Rettenbachgletscher mit 60 000 Mann zu überqueren. Das Spektakel für über tausend Zuschauer in der Kälte ist...
Martin Puttke, wir sitzen hier in der Intendanz des Staatsballetts Berlin, wo Sie kürzlich einen Workshop gegeben haben. Was haben Sie den Tänzern beigebracht? Mich beschäftigt schon lange die Frage, wie wir die Klassiker lebendig bekommen. Wir sehen ja, dass Tänzer Schwierigkeiten haben, uns den Siegfried oder die Giselle als heutige Figuren glaubhaft zu machen....
