Marketing
1893 brachte Dr. Oetker das Backpulver an die Hausfrau. Bis dahin gab es nur Mehl. Zum ersten Mal wurde massenhaft ein Produkt angeboten, von dem die Kundinnen gar nicht wussten, dass es ihnen gefehlt hatte. Es war die Geburtsstunde des Marketings. Was für «Backin» funktionierte, klappt auch für den Tanz. Seit sich 4,8 Millionen Briten zum Tanz bekennen, genauso viele Zuschauer vor dem Fernseher Tanzwettbewerbe anschauen, rätselt Resteuropa, wie es nur möglich wurde, so viele Briten durch BBC, Krankenversicherungen und Kulturpolitik zu moblisieren.
Man fragt sich, wozu sie so viel Tanz brauchen: aus Gesundheitsgründen, als Vergnügen für Unterschichten oder damit in der Tanzschule die Teenager ein entspanntes Verhältnis zu ihrem und anderen Körpern entwickeln? Wie Backpulver ist der Tanzboom nur eine Erleichterung im Leben. So wird auf der Insel «Britain’s favourite art form» beworben (siehe S. 58).
Immer ist solches Marketing eine utopische Strategie, um «durch die Befriedigung der Wünsche des Konsumenten Gewinne zu erwirtschaften, indem die richtigen Güter zum richtigen Preis auf dem richtigen Markt mit den richtigen Maßnahmen platziert werden». Ist dies das Gegenteil von ...
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Bei der Pressekonferenz letzten November kamen ihr fast die Tränen. «Meine Energie kann ich endlich auf die Kreation richten», sagte sie, anstatt sich weiter «im Überlebensmodus» ständig mit Organisieren und Terminen herumzuschlagen. Jeder Choreograf kennt diese Plage. Dabei hat niemand der Kanadierin hier ein Paradies versprochen. Aber so ein Angebot habe sie noch...
deutschland
On tour
Rosas
Anne Teresa De Keersmaekers legendäres Stück «Rosas danst Rosas» von 1983 mit Tänzerinnen aus der zweiten Generation ihrer Kompanie Rosas: Frankfurt am Main, Künstlerhaus Mousonturm, 14., 15. Mai; Potsdam, fabrik, 19. Mai; Hamburg, Kampnagel, 29., 30. Mai; Münster, Theater im Pumpenhaus, 2. Juni
Altenburg
Landestheater
Das...
Bei seinem Einstand am Staatstheater Kassel 2006 hatte Johannes Wieland noch, vielleicht aus Ehrfurcht vor den Erwartungen namens Tanztheater, Bühnenbildgeräume und Kissengeschichten à la Pina Bausch choreografiert. Sein «Tanzabend II – catcher» dieser Saison zeigt einen eigenwilligen Bewegungsstil und verzichtet fast ganz auf Requisitenfummelei. Mutig. Das mit...
