manager
7.30 Uhr
Wenn Tobias Ehinger aufsteht, checkt er erst einmal – in aller Ruhe – seine E-Mails am Laptop. Dann tankt er Energie für den Tag: Auf dem Weg zum Theater liegt das Südbad, in dem er eine halbe Stunde seine Runden dreht. Zum Frühstück trifft er sich mit Xin Peng Wang. Etwa eine Viertelstunde lang besprechen die beiden, was anliegt. «Der Ballettchef bestimmt die große Linie, ich entscheide die Details», sagt Ehinger. Danach setzt er sich eine Stunde an seinen Schreibtisch im Ballettzentrum, der voll gepackt ist mit kleinen Papierbergen, und telefoniert.
Ehinger hat zwei Arbeitsplätze: einen im Theater in der Innenstadt und einen in dem neuen, lichtdurchfluteten Ballettzentrum im Westfalenpark.
Heute steht ein wichtiges Gespräch mit Hongkong an über eine neue Produktion von Xin Peng Wang. Für das Handlungsballett, das 2013 auch in der chinesischen Metropole herauskommen soll, hoffen beide, mit dem Komponisten Tan Dun und dem Filmregisseur Ang Lee zusammenzuarbeiten. Ein teures Projekt, das sie nur mit einem Partner stemmen können.
Danach beginnt Ehinger, die erste Sommerakademie zu organisieren, die das Ballett Dortmund in diesem Jahr mit rund 70 Teilnehmern aus aller Welt und ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Karrieren im Theater, Seite 24
von Bettina Trouwborst
Genau, sagt Chloé Maginot: «Patrick Dupond ist ein gutes Beispiel.» Der ehemalige étoile des Balletts der Pariser Opéra stand nach Karriere, Motorradunfall und langwieriger Genesung in einem Musical auf der Bühne. So lange wollte Maginot nicht warten. Nicht, bis sie mit 45 eine Hüftprothese tragen würde, wegen der Développés. Nicht bis der Konkurrenzkampf...
Das tunesische Choreografenpaar pendelt seit Jahren zwischen Lyon und Tunis, doch mit und seit der Revolution verlegten sie ihren Schwerpunkt in die alte Heimat zurück: als künstlerische Kodirektoren programmierten sie im Mai die zehnte Edition des renommierten Festivals «Rencontres Chorégraphiques de Carthage». Seit 2002 arbeiten die Mittdreißiger zusammen,...
Der Kompaniemanager der DIN A 13 tanzcompany hat ein klitzekleines Anliegen: die Gleichstellung sogenannter behinderter Tänzer mit Nichtbehinderten. Da hat er sich was Delikates ausgesucht. 99 Prozent der Menschen sahen noch nie einen behinderten Tänzer, einen, der mit einem Bein tanzt oder dies ohne Arme tut oder des Stehens nicht mächtig ist, dem also ein paar...
