Maguy Marin «Deux mille vingt trois»

Paris

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Maguy Marin ist zornig. «Deux mille vingt trois», das jüngste Stück der französischen Künstlerin, macht keine Zugeständnisse. Wieder ist Marin mit aktuellen Themen befasst und, wie schon zuvor in ihren Stücken, die einfach nur nach dem Jahr ihrer Entstehung benannt sind, entflieht sie dem Tanz. Denn ein «Herumgetanze» um ihr Thema ist schlicht nicht möglich, will sie ihrem hartnäckigen politischen Engagement der letzten vier Jahrzehnte treu bleiben.

Denjenigen, die Schwierigkeiten damit haben, sich ihren Wortfluten – einem «J’accuse», das mehr als eine Stunde dauert – auszusetzen, entgegnet Marin in einem Interview: «Wie hätte ich denn die Massenmedien und ihre Manipulation sonst choreografieren können?» «Deux mille vingt trois» überschwemmt das Publikum mit Storys, wirft es aus der Bahn mit Abertausenden im Reportage-Stil vorgebrachten Nachrichten über die von Kapitalismus, Hochfinanz und manipulativem Machtmissbrauch verursachten Katastrophen. Damit sind auch jene Kräfte gemeint, die die – alles andere als freien – Medien kontrollieren. Außerdem taucht Marins Show tief in die Geschichte Frankreichs ein, die für ein nicht französisches Publikum nicht immer leicht zu verstehen ist. ...

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Tanz März 2024
Rubrik: Kalender, Seite 40
von Maria Luisa Buzzi

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