Leïla Ka «Maldonne»

Paris on tour

Tanz - Logo

Das darf man einen Kickstart nennen: Erst ein Solo, dann ein Duo und, hopp, noch ein Solo, und schon war Leïla Ka in aller Munde. «Pode Ser», ihr erstes Werk überhaupt, hat seit 2018 gut zweihundert Aufführungen erlebt, trotz der Lockdowns! Dass der Durchschnitt einer choreografischen Kreation in Frankreich bei zwei bis drei Aufführungen liegt, dürfte der ursprünglichen Hip-Hopperin aus Saint-Nazaire, einem Örtchen in Westfrankreich an der Loire-Mündung, kaum bewusst gewesen sein.

Präsenz und Prägnanz zieht sie aus ihrer Lebenserfahrung als Widerständlerin gegen aufgezwungene Rollenbilder, sie spricht dabei allen Menschen aus der Seele, die sich irgendwie nach Freiheit sehnen.

Ganz entscheidend war ihre Erfahrung als Interpretin in Maguy Marins weltberühmtem «May B», dessen Figuren zwischen Tanztheater und Wahn watscheln. Da zählt jede Geste, jeder Blick. Und so geht auch Leïla Ka ihre Figuren an, derzeit ausschließlich weiblichen Geschlechts. Mit «Pode Ser» heimste sie nicht wenige erste Preise ein, unter anderem 2018 in Köln beim Festival «SoloDuo NRW» und 2019 beim «Internationalen Solo Tanz Theater Festival» in Stuttgart. Für ihr Solo «Se faire la belle» wurde sie 2022 von der ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz März 2024
Rubrik: Kalender, Seite 41
von Thomas Hahn

Weitere Beiträge
Voyage of Discovery

Medora, Juliet, Swanilda, Odette-Odile, Kitri, Marguerite, Giselle, Aurora, Clara, Manon, Sylvia, Nikya, Tatiana. There’s hardly a lead role in the grand repertoire that Nicoletta Manni has not yet performed with her sterling technique and utterly natural style. The radiant star in the firmament of La Scala Theatre Ballet, she was made Étoile last October, a title...

Vermischtes 3/24

CD
Brahms Ballet Class
Das Intermezzo op. 76, Nr. 7, eignet sich als Auftakt eines Balletttrainings ganz hervorragend, und Mladen Dabizljevic hat das viertaktige Stück denn auch als Beispiel einer «Brahms Ballet Class» eingespielt, die dem Alltäglichen den Reiz des Außergewöhnlichen gibt. Schließlich hat ein so musiksensibler Choreograf wie George Balanchine nicht...

Im Osten nichts Neues

Die russische Geschichte ist in eine neue Phase eingetreten. Auch die Theater: Was in nahezu zwei kompletten Spielzeiten – 2022 bis 2024 – entstanden ist, verblasst angesichts der politischen Ereignisse. Die Intellektuellen, insbesondere diejenigen, die geblieben sind, haben viele offene Fragen. Denn 2023 jährte sich zum 30. Mal die Durchsetzung eines liberalen...