Madrid
Ich hatte dieses Jahr das Vergnügen, bei den größten spanischen Festivals einige wahrhaft inspirierende junge Tänzer und Choreografen zu sehen. In Madrid beim Escena Contemporanea Festival 2008 trat die Cía de Dança Membros auf, eine herausragende Gruppe junger Männer aus Macae, Brasilien, die in «Raio X» HipHop und zeitgenössischen Tanz zu einer brutalen Kritik an der Gewalt in brasilianischen Gefängnissen verschmelzen. Schön, Tanz mit einer sozialen Botschaft zu sehen und junge Tänzer, die sich unverfroren an komplexe Themen trauen.
Madrid en Danza 2008 hatten den großartigen «Don Q» vom Theaterhaus Stuttgart eingeladen. Die Tänzer Egon Madsen und Eric Gauthier stellen zwei der berüchtigtsten Figuren der spanischen Literatur dar: Don Quijote und Sancho Panza. Auf einer Bühne voller seltsamer Requisiten, mit exzellenter Dramaturgie und Choreografie zu einem charmanten Medley aus Pop- und klassischer Musik, fängt «Don Q» die komödiantischen Hochs und tragischen Tiefs von Cervantes’ Meisterwerk ein. Daran sind schon viele Kompanien gescheitert. Außerdem muss ich noch Ángel Rojas erwähnen, dessen wunderschönes halbstündiges Solo «Bailando entre palabras» mich tief berührt hat. Zum ...
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Auf der Bühne stellen Sie ja nicht gerade die geflügelten Waldfeen dar, sondern sind von Kopf bis Fuß in Folie eingewickelt. Warum?
François Chaignaud: Es ging uns anfänglich auch gar nicht darum, ein Stück über die Sylphiden zu machen. Der Titel ergab sich während der Arbeit. Der Ausgangspunkt war eine Entdeckung, die uns faszinierte. Wir begannen gerade eine...
Der holländische Ballettdirigent André Presser ist zwar seit 2001 verrentet, aber er dirigiert nach wie vor etwa zwanzig Ballettabende im Jahr. Im März kommenden Jahres wird er «La Sylphide» in Hamburg anführen. Auch in Karlsruhe ist er zu Gast. München, wo er lange Jahre den Stab an der Staatsoper hob, wenn Ballett auf dem Programm war, steht auf seinem...
Eisiger Wind fegt über den Friedhof Montmartre. Warum nur lässt sich dieses Grab nicht mehr finden, es war doch irgendwo in der Nachbarschaft von Théophile Gautier, nicht weit von der Ruhestätte der Brüder Goncourt? Oder doch näher bei Heinrich Heine und Hector Berlioz? Komischerweise ist es auch vom Friedhofsplan verschwunden.
Da erscheint hinter der nächsten...
