madrid: Jo Strømgren «The Experiment»
Jo Strømgren fand seine choreografischen Markenzeichen in geschlossenen Gesellschafts- und Menschengruppen. In «The Department», «The Hospital», «The Convent», «The Consulate», «The Society» ging es um verfallende Ideale und ein einsames Sektierertum, das blind ist für die Welt ringsum, das auf Sonderlinge setzt, auf grobe Figuren, die Strømgrens Rohdiamanten sind und die er mit seinem feinen Humor schleift.
Der schallt besonders laut in «The Experiment». Das Publikum in Vilnius tobte zur Premiere und brüllte vor Lachen.
Dabei geht es um vier verzweifelte Freiwillige, die der Wissenschaft geopfert werden sollen. Man sieht ein Labor. Und die Volontärinnen darin sind selbst wie ein Experimentierraum, in dem es um die Wirkung radioaktiver und biologischer Stoffe auf ihren Körper geht. Vier Charaktere, von einer grauen Maus bis zur schillernden Persönlichkeit, machen sich mit so vollkommenem Ernst an die Sache, geben sich so restlos opportun der Gewalt des Experiments hin, dass es ulkig, völlig verrückt, restlos skurril beim Pub-likum ankommt.
Das geheime Experiment und ein nicht weniger geheimnisvoller Kapitän Sergei regieren die Szenerie. Obwohl die Missbildungen eines Neugeborenen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Sie war noch lange nicht 18, da hat sie Vladimir Malakhov vom Fleck weg als Erste Solistin ans Berliner Staatsballett engagiert. Acht Jahre ist das her. Inzwischen ist Polina Semionova so populär, dass man für einen Buchtitel getrost auf ihren Nachnamen verzichten kann. Auf 250 Seiten passt ihr Werdegang bereits, obwohl sie «einfach keinen Ballettkörper» hatte...
Schwüles Gedünst schwebt in der Luft. Aus dem Kahn, der schon vor Beginn der Aufführung zu sehen ist, erhebt sich Alexandre Riabko, in der Betrachtung des Mondes versunken. Er greift zu seinem Hut, sinkt zurück, schließt für einen Moment die Augen – und erinnert sich des Nachthimmels, wie er sich in einem imaginären See spiegelt. «Spiegelungen des Nachthimmels»...
Sie bieten Workshops an, die Kontaktimprovisation und Tantra verbinden. Wie kam das zustande?
Ich bin seit vielen Jahren Tänzerin und Performerin und praktiziere auch Kontaktimprovisation. Nachdem ich einige Zeit pausiert hatte, machte ich eine besondere Erfahrung: Ich hatte bei einer Kontaktimprovisations-Jam mit einem Tänzer, der sich in Richtung Körpertherapie...
