Ludica

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 Ludica
«Anmerkung 134»
Pier Paolo Pasolini war Bürger und Revolutionär, Poet und kommunistischer Provokateur, Katholik und Ketzer. Bei diesem italienischen Intellektuellen (1922 – 1975), der gegen einen Linksfaschismus polemisierte, brachen sich die Widersprüche. Sein Tod wurde nie aufgeklärt: Ein verurteilter Stricher widerrief sein Geständnis. Der Verdacht, dass es sich um einen Auftragsmord des italienischen Geheimdienstes handelte, wurde nie ausgeräumt.


Eine solche Figur zwischen Kultur und Subkultur mit ihrer Sehnsucht nach einer ursprünglichen, erdverwurzelten Gesellschaft und ihrer homosexuellen Lust «beim Betrachten der Kniekehlen fußballspielender Jungen» hat natürlich einen wie Johann Kresnik inspiriert. 1986 schrieb er Pasolini in Heidelberg ein «Testament des Körpers» auf den Leib und zelebrierte obszöne Schwarze Messen. Das italienisch-japanische Künstlerkollektiv Ludica geht da sehr viel feinfühliger vor.
Der Choreograf und Tänzer Morgan Nardi und die Raum- und Videokünstlerin Naoko Tanaka begnügen sich mit einem respektvollen Blick auf Leben und Werk  des Filmemachers und Schriftstellers. Sie haben Splitter gesammelt, ästhetisiert und zu einem Bilderkosmos aus ...

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Tanz Februar 2009
Rubrik: Der Kalender, Seite 34
von Bettina Trouborst

Vergriffen
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