Leipzig: «Toot»

Didy Veldman «Toot»

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Tanz ist ein ganz anderes Ausdrucksmittel als Sprache. Das zeigt auch dieser Doppelabend des Leipziger Balletts, das damit seine 2015/16 begonnene Kooperation mit dem Schauspielhaus fortsetzt. Hier regiert die Form, nicht die Handlung. Die Niederländerin Didy Veldman reaktiviert dafür zwei Choreografien, zunächst das fließend gestaltete halbstündige Opus «See Blue Through». Inspiriert von der eigenen Schwangerschaft, spielt die Choreografin hier mit Bewegungen unter Wasser und im Schwarm. Die sechs, am Ende sieben Tänzer bilden Paare und Kontrapositionen.

Silberne eckige Platten schweben über ihnen, schaffen mit Lichtreflexen zusätzliches Leuchten. Keine bemerkenswerten Unterschiede gibt es in der durchaus fordernden Bewegungsführung für Frauen und Männer. Veldman versteht sich bestens darauf, Momente beträchtlichen Kraftaufwands aus dem Fluss der Figuren zu entwickeln. Es geht ihr sichtlich um absoluten Tanz – und eben nicht, wie man in der Kulisse einer Sprechbühne vermuten könnte, um narrative Mittel.   

Nach der Pause stehen variable- grüne und silberne Kastenbänke vor einem sommernachthellen Blau. Die sphärische Leichtigkeit des Leipziger Balletts, das sich durch einen ...

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Tanz August/September 2018
Rubrik: Kritik, Seite 46
von Roland H. Dippel

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