lehrer: robert solomon
Sie unterrichten Modern Dance, sind Leiter und Choreograf des Jazz-Tanz-Theaters und künstlerischer Leiter des Berliner Studios Placement. Über welche Stationen führte Ihr Werdegang?
Ausgebildet wurde ich in New York, bei Murray Louis und dem Wigman-Schüler Alwin Nikolais, bei dem ich später auch tanzte und assistierte. Nach der Ausbildung tourte ich mit meiner eigenen Company durch die USA, bis wir uns 1968 dem Nikolais Dance Theatre anschlossen. Ab 1971 arbeitete ich als Lehrer an der London School of Contemporary Dance.
Dort traf ich Pina Bausch, die mich an die Folkwangschule einlud, als Dozent für Improvisation und Choreografie. Sie ging dann nach Wuppertal, ich gründete 1975 mit dem Unternehmer Uli Hoffmann in Düsseldorf Die Werkstatt, den Vorläufer des tanzhaus nrw. 1983 gründete ich das Jazz-Tanz-Theater am Fürstenwall in Düsseldorf und arbeitete dort bis 1997 mit meinem Ensemble.
Wie kamen Sie von Düsseldorf nach Berlin?
Über einen Workshop-Auftrag entstand der Kontakt nach Berlin zu Carmen Schall, die heute das Studio Placement leitet. Damals war sie in einem Fitness & Dance-Studio für Tanz zuständig. Sie sah mein Stück «Kekulés Traum» und lud mich ein, mit ihr in Berlin ...
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Tanz April 2013
Rubrik: praxis, Seite 74
von
bildband_________
uwe scholz
Als sein «Sacre du printemps»-Abend im November 2003 über die Bühne des Leipziger Opernhauses ging, zeigten sich Beobachter alarmiert. So eruptiv hatte Uwe Scholz noch nie choreografiert. Es schien, als wolle der knapp 45-Jährige seine Wunden in einem Befreiungsakt offenbaren. Wenig später war er tot. Mit Scholz ging ein Frühvollendeter...
«If At All». Der Titel stellt sich einen Schritt neben die Realität und zwischen Ja und Nein. Rami Be’er hat für seine Kibbutz Contemporary Dance Company ein neues Stück ohne Story oder eindeutig benennbares Sujet choreografiert. Stattdessen vertieft es sich in den Versuch, Gegensätze zu überwinden: Weder Mensch noch Tier, «wenn überhaupt»; Mann oder Frau, allein...
Strawinskys «Le sacre du printemps» peitscht durch den Ballettsaal des Grand Théâtre de Genève. Für das Ende dieses Nachmittags ist ein Durchlauf der neuen Choreografie von Andonis Foniadakis angesetzt, davor werden einzelne Szenen geprobt. Die Stimmung unter den acht Tänzerinnen und sieben Tänzern ist konzentriert, geschäftig und kollegial zugleich. Wer gerade...
