«Le Songe»
Jean-Christophe Maillot träumt. Wird man ja noch dürfen. Der Choreograf und Direktor der Ballets de Monte-Carlo träumt, dass sich Kulturen kreativ begegnen, ohne ihre Eigenart einzubüßen. Träumt, dass am Ende einer künstlerischen Entwicklung solche Tänze dominieren, die sich nicht mehr nach ihrer Herkunft erklären, sondern sich einer strikten Klassifizierung entziehen: etwas Neues, etwas Hybrides, das Kategorien wie «klassisch» oder «modern» obsolet erscheinen lässt.
So etwas wie die Ballets de Monte-Carlo, die sich Choreografien von Maurice Béjart, David Dawson oder William Forsythe gleichermaßen anverwandeln wie große Klassiker. Seine artistes chorégraphiques, so sagt er, sind Alleskönner. Und keine Solistin auf der Welt vereint eine «erwachsene» Erotik mit einer solchen Stärke wie Bernice Coppieters. Sie ist einzig.
«Le Songe» heißt das neue Opus von Jean-Christophe Maillot, das die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der Kompanie eröffnet. Es meint einen Traum, den nicht der Schlaf, sondern das Bewusstsein gebiert. Taghell ist das Stück, das Maillot im abgrundtiefen Grimaldi-Forum inszeniert. Die Handwerker, die den Palast des Theseus zum Ort ihrer Theatergroteske ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Martin Butler expresses his fascination for lovers‘ tendency to develop the same habits, make the same gestures, have the same way of dressing and talking. Mirrorwise. On stage a number of framed transparent screens on wheels are, of course, functioning as mirrors. The dancers Mariangela Tinelli and Gaia Gonnelli are dressed in shiny, skin-tight costumes. While...
Seit dem Kinoerfolg von «I Robot» – er handelt von humanoiden Haushältermaschinen, in deren Reihen eine «terroristische Fehlkonstruktion» Unterschlupf findet – erkennt man den gemeinen Roboter daran, das er stabil auf zwei Beinen steht und sich so devot verhält wie ein schüchternes Frauenzimmer aus dem 19. Jahrhundert. In Japan verehrt man weibliche...
Walking on the streets of Kyoto I bump into a group of girls all dressed in the same style – mini skirt, tall high heel boots, hair dyed blonde (all exactly the same color) and wearing t-shirts that say “Fuck cool” or “You think I’m hot wait to see me riding my bike.” The girls were dancing to the sound of a boom box (the politically correct term for ghetto...
