Jenseits
Seit dem Kinoerfolg von «I Robot» – er handelt von humanoiden Haushältermaschinen, in deren Reihen eine «terroristische Fehlkonstruktion» Unterschlupf findet – erkennt man den gemeinen Roboter daran, das er stabil auf zwei Beinen steht und sich so devot verhält wie ein schüchternes Frauenzimmer aus dem 19. Jahrhundert. In Japan verehrt man weibliche Unterwürfigkeit, man betet sie geradezu an. Es ist aber nur scheinbar eine «Rückkehr zu alten Werten» – hier, wo der Westen nur ein Abziehbild sein muss.
Die «Dancing Machine» mit dem Monroe-Gesicht, präsentiert bei der jüngsten Roboterausstellung in Tokio, ist schickliche 1,65 m klein und lässt sich lediglich führen. Ein Netzwerk von Sensoren sorgt dafür, dass sie die Tanzbewegungen ihres Partners erkennt und darauf reagiert. Sie ist nicht auf Walzer oder Tango programmiert – Tanzen muss man selber können, um das Produkt der Tohoku-Universität zu genießen.
Nun will niemand einen Roboter als Tanzpartnerin kaufen (die Leasing-Rate pro Jahr würde knapp 140 000 Euro betragen). Es geht dem Geld gebenden Honda-Konzern vielmehr darum, dass Männer bei Robotern fürchten, ihnen unterlegen zu sein. Anders als bei Motoren müssen Robotor, die den ...
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Er war einer der hartnäckigsten Menschen, die mir je begegnet sind. Der hartnäckigste der Schweizer Tanzszene, der Zürcher ohnehin. Was wird sie jetzt ohne ihn tun? Wolfgang Johannes Brunner ist 75-jährig seinem Krebsleiden am 5. Januar erlegen. Damit hat Zürich einen unermüdlichen Streiter für die Sache der Tanzschaffenden verloren und einen Mann, der zur...
Marie-Hélène Falcon, currently the artistic director of the Festival Théâtre des Amériques, will head a new Canadian dance and theatre festival, which will have its first edition in May 2007. No word on the name of the new event, but sure it shall be succeed the international FIND! Festival in Montréal (Philip Szporer)
Die Absage der von Philippe Decouflé...
Meg Stuart choreografiert Doktorspiele. Bei «Visitors Only» (2003) baute ihr Anna Viebrock eine zweistöckige Klinik für Demenz-Patienten. In «Alibi» (2001) entstand eine grausam zitternde Ich-Verleugnung mit einer Kompanie, die seither bei jeder Schlussparty eines Stücks ins berühmte Meg-Stuart-Shaken verfällt. Um das Gruseln abzuschütteln, das in sie fuhr. Den...
