Künftige Körper

Optimierung, Enhancement, Verbesserung – der Körper wird zum Schauplatz utopischer Strebungen

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Der Körper scheint als Medium zunächst ganz ungeeignet für Utopien. Während die Literatur eine utopische Zukunft projizieren kann, fehlt dem Körper ein solcher Zukunfts-Modus. Auch ist die im Utopiebegriff implizite Unmöglichkeit zumindest mit einem lebendigen Körper nur schwer vereinbar. Wir können Utopien in Geschichten und Traktaten erdenken. Wenn sie den Körper betreffen, können wir sie erzählt oder gezeichnet zu Papier bringen, oder – dank Spezialeffekten – auf die Leinwand.

Der lebendige Körper allerdings, zum Beispiel auf einer Tanzbühne, ist zu sehr in der Gegenwart verhaftet, um als Medium für Utopien wirklich zu taugen. Im Radiovortrag «Der utopische Körper» des Strukturalismus-Vordenkers Michel Foucault heißt es eingangs: «Mein Körper ist das genaue Gegenteil einer Utopie, er ist niemals unter einem anderen Himmel, er ist der absolute Ort, das kleine Stück Raum, mit dem ich buchstäblich eins bin.» Und doch scheinen Körpertechniken wie Doping, aber auch kosmetische Chirurgie oder Bodybuilding auf einen anderen, ­«besseren» Körper abzuheben, während sie gleichzeitig mit dem Unmöglichen kokettieren.

Körper und Gewalt

Über solche vermeintlichen Verbesserungen des Körpers ...

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Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Labore der Zukunft, Seite 52
von Franziska Bork-Petersen

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