Parkinson-Patienten mit Lehrern im Innenhof des Museo Civico, Foto: CSC

Dance Well

Erlösung durch Schönheit: Wie die Kunst Körper und Seele labt, zeigt dieses Projekt in Bassano del Grappa

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Der Begriff «Utopie» ist eng an das Konzept des Idealen geknüpft.­ Irgendein Ort, irgendein Zustand, irgendein menschliches Abenteuer, so perfekt und harmonisch erdacht, dass es in der Wirklichkeit unmöglich eingelöst werden kann. Und doch sehnt sich der Mensch unweigerlich danach. Die antiken Philosophen Griechenlands nannten das Ananke – «inneres Bedürfnis», «Zwangsläufigkeit». Etwas, wogegen man nichts tun kann.

Es kann folglich vorkommen, dass Schönheit und Harmonie, also die klassischen Ideale des «Goldenen Zeitalters der Menschheit» (so dieses je existierte), zu den maßgeblichen Ingredienzen werden auch im Kampf gegen physischen Verfall und neurologische Leiden, die die körperliche und mentale Integrität der Betroffenen schwächen. Und die uns häufig zu der Einsicht zwingen, dass das wirkliche Leben das Bedürfnis in uns wecken kann, der tragischen Antithese jenes aristotelischen Ideals ins Gesicht zu blicken, welches der lateinische Dichter Juvenal einst so treffend in die Wendung mens sana in corpore sano kleidete.

Der berühmte Vers war in allen Epochen bereitwillig übernommen worden, um die perfekte Verbindung des Menschen mit dem Universum zu beschwören, welches jener dank ...

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Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Labore der Zukunft, Seite 92
von Silvia Poletti

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