Kühle Körper

Mit «Aisha and Abhaya» wagen die Choreografin Sharon Eyal und der Regisseur Kibwe Tavares in London ein Multimedia-Experiment.

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Ein rhythmisch schwellendes Vibrieren ultratiefer Frequenzen grundiert das Lachen, Plaudern, Mantelrascheln der Zuschauer, die nach und nach das Linbury Studio der Londoner Royal Opera füllen. Ein dunkles Dröhnen. So hört sich schweres Wasser an, wenn man im Schiffsbauch kauert. Als die Lichter erloschen, die Gespräche verstummt sind, rückt der Klang näher. Ins Rollen und Rauschen mischen sich Keuchen und Wortfetzen. Plötzlich scheint etwas zu kippen, die akustischen Konturen werden stumpf. Geräusche gellen und ersticken wieder. Unter Wasser, über Wasser: Schwimmer-Soundscape.

 

«Aisha and Abhaya» erzählt von einer Flucht, und davon, was am anderen Ende wartet. Die Koproduktion von Royal Ballet und Rambert führt Künstler ganz verschiedener Richtungen zusammen: Die Choreografin Sharon Eyal bewegt die Tänzerinnen und Tänzer zum hypnotischen Techno ihres Kreativpartners Ori Lichtik. Von GAIKA stammen die lyrischeren, melancholisch-dichten Tracks. Sein Bruder Kibwe Tavares ist Hauptautor und für schwindelerregende, visuelle Hintergrund-Animationen und die drei Film-Kapitel zuständig, die die beiden Tanz-Abschnitte rahmen.  

Ein Tänzer aus Licht

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Tanz März 2020
Rubrik: Produktion, Seite 8
von Wiebke Roloff Halsey

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