Kortrijk: On tour
Kate McIntosh macht glücklich. Sie gibt dem Publikum, wonach es sich sehnt: Gemeinschaftserlebnisse, die die Sinne, den Humor und die Intelligenz ansprechen. Im Stiften von Komplizenschaft ist sie Meisterin. So gerät ihre neue Performance «In many hands» zum ästhetisch durchkomponierten Selbsterfahrungstrip zwischen Waldorfschule und Laien-Labor.
Unser Forscherdrang braucht dazu einen strengen Rahmen. Und freie Hände: Ringe, Armbänder und Uhren bleiben in der Garderobe, die Ärmel werden hochgeschoben.
In einem religiös anmutenden Ritual führt McIntosh die Zuschauer zu einem edlen Bottich, wo sie sich die Hände waschen. Auf der Bühne erinnern drei lange Tischreihen mit weißen Tüchern, sternförmig angeordnet, an ein Abendmahl. Andächtig nimmt man Platz auf Holzhockern. Zum Anwärmen macht die Neuseeländerin mit der markanten Ponyfrisur minimalistische Gesten vor, bis man in einer Haltung verharrt: Nachbarn legen ihre Handrücken auf dem Tisch ineinander. Auf schlichte Weise entsteht ein filigranes Fresko. Die Dinge, die McIntosh jetzt aus Kartons holt und zum Erkunden durchreicht, unterbrechen es zwangsläufig. «In many hands» liegt nun in den Händen der Zuschauer.
Unspektakuläre ...
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