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Russland und der Westen haben sich komplett entzweit. Mit weitreichenden Folgen auch für die Ballettwelt. Ein Stimmungsbild von Franka Spitzer

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Niemand will Krieg. Nicht die Bürgerinnen und Bürger Russlands und schon gar nicht die russischen Balletttänzerinnen und Balletttänzer. Die Frage lautet also nicht, wer den Krieg gutheißt oder nicht, sondern wie die Menschen mit ihm umgehen. Viele empfinden die Lage als hoffnungslos und beängstigend, andere hoffen auf ein baldiges Ende. Denn das, was einige anfangs für ein Scharmützel hielten, das in drei Tagen oder auch in drei Monaten über die Bühne gehen würde, währt inzwischen bereits zehn Monate.

Während die Ukraine weiterhin Waffenlieferungen aus diversen Ländern erhält, darunter die USA und Polen, und Verhandlungen mit Russland ablehnt – was angesichts der völkerrechtswidrigen Annexion vier ukrainischer Oblaste wenig verwundert – zeichnet sich am Horizont die drohende Gefahr eines Atomkriegs ab.

Business as usual
Welche konkreten Folgen haben die Ereignisse der zurückliegenden Monate für die russische Ballettwelt gezeitigt? Das Repertoire der russischen Theaterhäuser jedenfalls hat sich kaum gewandelt. Nach der raschen Absetzung der Ballette Alexei Ratmanskys am Mariinsky, die auf eigenen Wunsch des Choreografen geschah, und jüngst auch der Streichung von Kirill ...

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Tanz 12 2022
Rubrik: Report Russland, Seite 44
von Franka Spitzer

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