Kompanie des Jahres
Klassik, Moderne, Zeitgenossenschaft – in seinem Repertoire war alles vertreten. Zuletzt kam Pina Bauschs «Für die Kinder von gestern, heute und morgen» dazu, Krönung und Schwanengesang der Ära Ivan Liška
Noch zwei Vorstellungen von Pina Bauschs «Für die Kinder von gestern, heute und morgen» (tanz 5/16) waren es während der Opernfestspiele im Juli. Es ist die schönste Trophäe der Ära Ivan Liška (und seiner Stellvertreter Bettina Wagner-Bergelt und Wolfgang Oberender) am Bayerischen Staatsballett.
Denn die weltweit erste Einstudierung eines Tanztheater-Stücks durch Wuppertaler Tänzer als leibhaftige Erbwalter des Bausch-Œuvres geriet zum triumphalen Schwanengesang des scheidenden Ballettchefs. Sie verschwindet mit Ivan Liška still und leise durch die Bühnentür des Nationaltheaters. Den Abschied vor Pub-likum hatte Liška bereits zur «Ballettfestwoche» im vergangenen April inszeniert. Er entschwebte in Richtung Soffitten und Bühnenolymp – nicht ohne erst einmal den rechten Einstieg in die Gurte suchen zu müssen. Ein treffliches Bild für die Anfangsschwierigkeiten, die er als Neuling in der Ballett-Chefetage vor 18 Jahren zu überstehen hatte.
Konstanze Vernon, die ungekrönte Königin des ...
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Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 142
von Eva-Elisabeth Fischer
«Good job!», lobte ihn William Forsythe für seine Improvisation in «Approximate Sonata». Das war 1997, Eric Gauthier war erst ein Jahr beim Stuttgarter Ballett und schon ein Publikumsliebling. Knapp zwanzig Jahre später ist dem charismatischen Kanadier in Stuttgart eine Art zweites Ballettwunder geglückt: Er hat für sich und das 2007 von ihm gegründete Ensemble...
Neulich bin ich richtig überrascht worden. Die Vorstellung fand in einem leeren Klassenzimmer statt. Wo sonst die Lehrerin steht, spielte eine Frau am DJ-Pult. Die Zuschauer drückten sich an den Wänden entlang, als die mütterlicherseits aus Sri Lanka stammende Sara Mikolai mit verdecktem Gesicht und nacktem Rücken den Raum be-trat, um wie angekündigt ein Ritual zu...
Eiko Ojala, was ist Ihnen beim Anfertigen Ihrer Arbeiten zum Thema «Grenzen» für das Jahrbuch tanz durch den Kopf gegangen?
Als ich mich mit dem Thema befasst habe, wollte ich nicht nur die physischen Grenzen untersuchen, die uns umgeben, sondern vor allem auch die Frage, wie sich solche Grenzen auf unser Inneres auswirken. Wie sie unser Denken und Handeln...
