Kompanie des Jahres
Klassik, Moderne, Zeitgenossenschaft – in seinem Repertoire war alles vertreten. Zuletzt kam Pina Bauschs «Für die Kinder von gestern, heute und morgen» dazu, Krönung und Schwanengesang der Ära Ivan Liška
Noch zwei Vorstellungen von Pina Bauschs «Für die Kinder von gestern, heute und morgen» (tanz 5/16) waren es während der Opernfestspiele im Juli. Es ist die schönste Trophäe der Ära Ivan Liška (und seiner Stellvertreter Bettina Wagner-Bergelt und Wolfgang Oberender) am Bayerischen Staatsballett.
Denn die weltweit erste Einstudierung eines Tanztheater-Stücks durch Wuppertaler Tänzer als leibhaftige Erbwalter des Bausch-Œuvres geriet zum triumphalen Schwanengesang des scheidenden Ballettchefs. Sie verschwindet mit Ivan Liška still und leise durch die Bühnentür des Nationaltheaters. Den Abschied vor Pub-likum hatte Liška bereits zur «Ballettfestwoche» im vergangenen April inszeniert. Er entschwebte in Richtung Soffitten und Bühnenolymp – nicht ohne erst einmal den rechten Einstieg in die Gurte suchen zu müssen. Ein treffliches Bild für die Anfangsschwierigkeiten, die er als Neuling in der Ballett-Chefetage vor 18 Jahren zu überstehen hatte.
Konstanze Vernon, die ungekrönte Königin des ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 142
von Eva-Elisabeth Fischer
tanz Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
Herausgeber / publisher Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion / editorial office Hartmut Regitz, Dorion Weickmann, Arnd Wesemann, Mitarbeit: Sofie Goblirsch, Marc Staudacher
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin, Tel +49-(0)30-254495-20, Fax -24, redaktion@tanz-zeitschrift.de, www.tanz-zeitschrift.de
Art direction,...
Eine Naturbegabung als Wrestling-Kommentatorin, ein beachtliches Talent in Suspense und in Synchronschwimmen, ein Händchen für Songwriting und Clipdesigning: Kareth Schaffer hat ihren Hang zum Doppelbödigen und Bodenlosen bereits in Formaten bewiesen, die nicht unbedingt als tanznah gelten. Spätestens mit dem abendfüllenden «Unheard of» (2015) ist klar, dass auch...
Keine verkörperte die Olympia wie sie, voll erlesenem Geschmack, dabei auf eine aparte Art verführerisch und mit einer Erhabenheit, der auch die Zurückweisung durch Armand nichts anhaben konnte. Jeder, der seinerzeit bei der «Kameliendame» von John Neumeier in Stuttgart mitgefiebert hat, wird Nora Kimball in lebhafter Erinnerung haben – ebenso wie Márcia Haydée,...
