köln: bodytalk «schwerkraft»

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Mit der Schwerkraft ist nicht zu spaßen. Wer die Balance verliert, in der Kunst wie im Leben, kann tief fallen – auch mit tödlichem Ausgang. James Saunders stürzte 1996 bei einer Performance im Museum Ludwig in Köln über ein Geländer in den Tod. Der Tänzer und Pädagoge, der die «Tanzprojekte Köln» begründete, lange bevor es staatliche Bildungsangebote wie «Tanz in Schulen» gab, ist an seiner einstigen Wirkungsstätte unvergessen. Das Ensemble bodytalk widmet seine neue Produktion «Schwerkraft» dem US-Amerikaner.

Ein überraschend seriöses Sujet, kennt man die Neu-Kölner doch als schrille Erben von Johann Kresnik. Die Kompanie um Yoshiko Waki und Rolf Baumgart, die sich nach der Auflösung von Kresniks Bonner Ensemble gründete, lässt es ruhig angehen – um dann richtig aufzudrehen.

Hinterhofatmosphäre. Drei Frauen und drei Männer lümmeln in der Alten Feuerwache in Liegestühlen, auf Baumwurzeln und Ästen. Als der Musiker Konstantin Kutepov am Bühnenrand geräuschvoll sein E-Cello traktiert, reißt es die Tänzer hoch. Sie demonstrieren endlose Varianten des kunstvollen Fallens und Aufstehens. Zwei dicke Bambusstangen, gehalten von Künstlern, werden zu schwebenden Stufenbarren, auf denen die ...

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Tanz November 2012
Rubrik: kalender und kritik, Seite 44
von Bettina Trouwborst

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