Kein Autopilot, nirgends
In einer Rezension des deutschen Musikfilms «Ich war noch niemals in New York» las ich: «Man sollte sich bei Musicals nicht an der Triftigkeit von Handlungen aufhalten.» Ob es einen Kritiker in New York gibt, der so eine These wagen würde? Ich war im Herbst eine Woche in New York, um mir Musicals anzuschauen. Vom Schauspiel und der Schauspielausbildung kommend, versuche ich seit einigen Jahren mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Fachbereich Musical/Show der Universität der Künste Berlin den singenden, tanzenden Schauspieler auszubilden.
Mich interessiert, wie sich das Genre derzeit entwickelt und ob das, was in New York zu sehen ist, auch etwas mit dem zu tun hat, was wir versuchen, unseren Studentinnen und Studenten zu vermitteln.
Als ich Anfang der 90er-Jahre zum ersten Mal dort war, war die Gegend um die 42nd Street eine der verruchtesten der Stadt. Und an den verwaisten Theatern hingen schwarze Lettern von Jenny Holzer. «LAUGH HARD AT THE -ABSURDLY EVIL». Das Böse ist vertrieben, und Heerscharen von Touristen sind inzwischen unterwegs. Die Broadway Theater sind voll. Was nicht richtig gut läuft, wird schnell abgesetzt. «The Cher Show» oder «King Kong», vor wenigen Monaten ...
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Tanz Februar 2020
Rubrik: Musical, Seite 14
von Mathias Noack
Den Haag: NDT
Vom Nederlands Dans Theater kann man eigentlich nie genug sehen. Schon gar nicht während seiner -Jubiläumsspielzeit, in der beide Ensembles mehr oder weniger eine 60-jährige E rfolgsgeschichte bilanzieren. So präsentiert NDT 1 ab 6. Februar unter dem Titel «Sometimes, I Wonder» gleich drei Meis-terwerke seines langjährigen Direktors Jiří Kylián:...
Deutschland
On tour
Ballet Revolución,
Tanzshow aus Kuba zwischen Ballett und Streetdance: Berlin, Admiralspalast, 28. Jan. – 2. Febr.; Köln, Musical Dome, 4.–9. Febr.; Leipzig, Oper, 11.–16. Febr.; Essen, Colosseum Theater, 18.–23. Febr.
www.ballet-revolucion.de
Shen Yun Performing Arts,
klassischer chinesischer Tanz und Musik: Köln, Musical Dome, 11.–16....
CD des Monats: Facce d‘amore
Eine «geläufige Gurgel», wie sie einst Mozart einer seiner Interpretinnen zugestand, reicht heute nicht. Im Theater erhofft man sich mittlerweile mehr Körperbeherrschung. Breakdancer muss man zwar nicht unbedingt sein, aber für Jakub Józef Orliński ist es sicher von Vorteil, über entsprechende Erfahrungen zu verfügen. Der 30-jährige...
