Katja Wünsche
Katja Wünsche alias die Nadia in Mauro Bigonzettis Stuttgarter Choreografie «I fratelli», erhielt für ihre «beste darstellerische Leis-tung Tanz» soeben den deutschen Bühnenvereinsoskar «Faust» – geschenkt. Der undotierte Preis wurde ihr überreicht im Münchner Prinzregententheater vor einem, wie alle Kommentatoren bemerkten, dürftigen Stück Teppich in roter Farbe («Handelskategorie Dielenbrücke Richtung Gästetoilette», so Mirko Weber in Katja Wünsches Stuttgarter Heimatzeitung).
Das fand Arno Widmann in der Frankfurter Rundschau gut so: Denn Theater sei «niemals nur Showbusiness», es brauche keinen Oskar, keinen roten Teppich, nur Politik. Und die soll nicht protzen, sondern dafür sorgen, dass gleich zweimal dem Theater Chemnitz der Faust zugesprochen wurde, ohne dass nur einer dort hinfahren musste, wo Dietrich Hilsdorf erntete und Stephan Thoss, der neue Ballettchef des Wiesbadener Staatstheaters, seine «Giselle M.» choreografierte. Natürlich geht es bei einer «besten Choreografie» nicht so sehr um die beste Choreografie, sondern um ein Verfahren, das sich «Vorschlagsrecht» nennt.
Jeder hat also recht, dem der Deutsche Bühnenverein das gestattet. Auch sein Sächsischer ...
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