Kalender im Mai
Die pariser rencontres
das ist Verantwortung gegenüber einer wichtigen wilden Tradition. Entsprechend ist aus dem Wettbewerb mit Weltrang inzwischen ein Mammutfestival der kompromisslosen und buchstäblich unvermittelten Tanzkunst geworden: Rencontres chorégraphiques internationales de Seine-Saint-Denis. Die langjährige Chefin Anita Mathieu hat ein bemerkenswertes Talent dafür, den geladenen Stücken das richtige Umfeld zu geben.
Sie schickt die innerstädtische Jugend und die kunstbeflissenen Bürger auf eine logistisch und ästhetisch ausgeklügelte Schnitzeljagd durch die nordöstliche Banlieue. Meist kann man mehrere Stücke an einem Tag, selten aber auf der gleichen Bühne erleben. Ihre Kombination ist so wenig zufällig wie Ort und Zeit. So ist man in Bewegung und entdeckt weit mehr als die Summe der Kunststü-cke. Diesmal stammen die von 22 Choreografen bzw. Kompanien; darunter:
Simone Aughterlony, VA Wölfl, Richard Siegal, Fabrice Lambert, François Chaignaud, Daniel Linehan, Maria Donata D’Urso, Christophe Fiat, Mélanie Demers, Cindy van Acker, Arco Renz,
Iannis Mandafounis, Serge Ricci und Opiyo Okach; Foto: «Border Border Express» von Opiyo Okach, Gaaraprojects, © Ivan Boccara
Die ...
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Garderobe, unten «Wenn ich nach Hause komme, zieh ich meinen Mantel und meine Schuhe aus. Dann sehe ich in der Garderobe zuerst das Ölbild von Marie Camargo, eine der berühmtesten Tänzerinnen des 18. Jahrhunderts. Es ist leider nicht das Original von Nicolas Lancret, aber eine schöne Kopie aus dem 18. Jahrhundert. Ich freue mich, wenn ich sie sehe. Camargo war...
Totales Dunkel. Lichtkegel auf zwei Hände, die gefangen sind in sich mechanisch wiederholenden Bewegungsschlaufen. Unübersehbarer Fingerzeig auf den zerstückelten Körper. Auch die flackernden Strahlen eines Projektors lassen nur Konturen des Tänzerpaars Victoria Hauke und Olaf Reinecke erahnen. Schattenhafte Flachbilder zappeln im Halbdunkel und geraten im Licht...
