Jugend

Neues vom Nachwuchs in Zürich und Bremen

Aufführung: Junior Ballett Zürich

Choreografischer Nachwuchs – so etwas ist in der deutschsprachigen Schweiz quasi unbekannt. Da scheinen junge Leute, die mit Gruppen von Tänzern was Gescheites anfangen können, eine Gattung zu sein, die es erst noch zu entdecken gilt. Einer, der das tut, ist der Zürcher Ballettdirektor Christian Spuck.

Sein Junior Ballett gibt im Rahmen von «Un Ballo» neben dem titelgebenden «Un Ballo» von Jirí Kylián und «Maraschino Cherries» von Cayetano Soto zwei Stücke von Mitgliedern des Balletts Zürich. Filipe Portugal kennen wir schon aus der Amtszeit von Heinz Spoerli. Da wuchs er als kraftvoller und eleganter Tänzer heran und fiel bereits mit subtilen Choreografien auf. Den anderen, Benoît Favre, kennen wir als quirligen Tänzer, der 2012 von der Tanzakademie Zürich ins Junior Ballett engagiert wurde und von da in die Hauptkompanie. Dass er eigene Schritte gehen will, wurde schon in der Reihe «Junge Choreo­grafen» klar, wo er «Shift», «Identities» und «Sandbox 1» vorstellte. Dass er wirklich eigene Wege findet, zeigt nun sein in Winterthur uraufgeführtes «Disrupted», erarbeitet mit dem Musiker Joel Gilardini.

Der junge Westschweizer Künstler arbeitet vor ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2017
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Red.

Vergriffen
Weitere Beiträge
Staatstheater Nordost

Für Ballettdirektor Ralf Dörnen ist es der «falsche Weg». Aber nach einem Beschluss vom 9. Mai haben «Kulturministerin Birgit Hesse und die Träger der Theatergesellschaften», heißt es in einer Presseverlautbarung, allen Warnungen zum Trotz «den weiteren Fahrplan vereinbart. Dieser sieht die Verschmelzung des Theaters Vorpommern und der Theater und...

Nackte Körper

Nackte Körper und moderne Performance – diese Kombination scheint auf vielen Bühnen fast so etwas wie ein Muss zu sein. Warum, habe ich lange nicht verstanden. Bis ich – eine von 15 gecasteten Amateurinnen – bei einem Tanzprojekt auf der Bühne des Staatstheaters Darmstadt stand. In Nadia Beugrés Choreografie «Legacy» tanzen alle Frauen mit nacktem Oberkörper. «Muss...

Trier: Iglesias Ungo, Ferrera, Hernandez: «TANZ 4»

Keiner gleicht dem anderen. Jeder Tänzer in Trier ist unverwechselbar. Vielleicht ist das mit ein Grund, weswegen jedes Mitglied der Susanne Linke Company seinen Platz so vehement behauptet. «Imagine a .... Right in the Middle» nennen Julio Cesar Iglesias Ungo und Alexis Fernandez Ferrera ihre Arbeit, und tatsächlich beansprucht jeder Einzelne darin für sich das...