Tanz im Juni

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Berlin

Performing Arts Festival

Über 120 Veranstaltungen bilden ein Porträt der Freien Szene in Berlin, so verspricht es der Landesverband freie darstellende Künste auch in diesem Jahr: eine Leistungsshow an über 50 Spielstätten. Und mittendrin, wie die Ruhe selbst, steht ein alter Wohnwagen Marke «Bastei», der im Hof des Dock 11 zum Innehalten einlädt.

Sein Innenleben und eine große Tafel erinnern an dreißig Ausdruckstänzerinnen, die nach der Machtergreifung der Nazis in die Welt ausziehen mussten. Man lernt von Martin Stiefermann und seinem Rechercheteam der Kompanie MS Schrittmacher sehr anschaulich anhand der Fluchtwege, was der Tanzkunst ab 1933 widerfuhr: die erzwungene Emigration des Ausdruckstanzes, der damit erst recht seinen Weg in die Welt fand. ­
Vom 13. bis zum 18. Juni; www.performingarts-festival.de


Düsseldorf

b.32 – Petite Messe Solennelle

Grenzerfahrung oder Glaubensbekenntnis? Martin Schläpfer überlässt dem Zuschauer die Entscheidung, ob die einfache Bühne, auf der er sein 45-köpfiges Ballett am Rhein tanzen lässt, ein italienischer Marktplatz ist, ein Gotteshaus, vielleicht sogar beides. Die «Petite Messe solennelle», 1864 von Gioacchino Rossini für Sopran, Alt, ...

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Tanz Juni 2017
Rubrik: Highlights und Kalender Juni 2017, Seite 31
von Red.

Vergriffen
Weitere Beiträge
Hannover: Jörg Mannes «Henry VIII»

Der junge Henry Tudor ist ein Bild von einem Mann – groß, sportlich, dazu noch gebildet und künstlerisch ambitioniert. Er ist noch keine 18 Jahre alt, als er zum englischen König gekrönt und damit zu Heinrich VIII. wird. Wie Macht und Machtmissbrauch aus dem jungen, strahlenden Hoffnungsträger einen 160 Kilo schweren, mörderischen Tyrannen machen, zeigt Jörg Mannes...

Halle: Ralf Rossa: «Werther oder ich werde geliebt, also bin ich»

Zu den unvergesslichen Miniaturen der Tanzgeschichte gehört Johannes Brahms‘ Walzer in As-Dur, op. 39, No 15, choreografiert von Frederick Ashton für einen Reigen namens «Five Brahms Waltzes in the Manner of Isadora Duncan»: Nichts als eine Tänzerin, die binnen Minuten die ganze Bühne in ein Meer aus Blütenblättern verwandelt. Die Bilder brennen sich derart in die...

CD, Clip des Monats u.a. Juni 2017

CD des Monats: Monteverdi

Als Vorspiel zu «Dido und Aeneas» hat William Forsythe 1981 «Il Combattimento di Tancredi e Clorinda» fürs Stuttgarter Ballett choreografiert: ein überaus dramatisches Duo, dessen Konfliktpotenzial Ronald Thornhill und Sarah Abendroth seinerzeit auf unnachahmliche Art visualisiert haben. Wie gut würde das Stück Tanz in heutige Tage passen,...