Joachim Schlömer: «Irrfahrten», eine Triologie
Bei Schlömers dreiteiligem Mozart-Projekt für die Salzburger Festspiele nehmen zum ersten Mal Videoelemente relevanten Raum ein. «Irrfahrten» heißt die Trilogie, die die Oper «La Finta Semplice» mit musikalischen Fragmenten unter den Titeln «Abendempfindung» und «Rex Tremendus» verbindet. Dass er mit Video arbeitet, ist eine kleine Sensation. Verweigert er doch eher das Bild. Die «Manipulation des Raums» soll durch den Körper des Tänzers, durch Stimme und Emotion erfolgen. Erst danach dürfen bei ihm Bilder vorkommen.
Video sah man nur einmal in seinem «Fit for Life» 2002 am Schauspiel Köln. Das Video filmte live, hatte eher dokumentarischen, erklärenden Charakter. Gehörte fast nicht zum Stück. Nun aber ist Joachim Schlömer zwei Experten für bühnentauglichen Videoeinsatz begegnet: dem Büro FettFilm. «Durch deren Ernsthaftigkeit, mit der sie Video betrachten und wie die beiden das Medium als eigenständigen Mitspieler auf der Bühne begreifen. Da eröffnen sich für mich andere Perspektiven.»
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