Joachim Schlömer: «Irrfahrten», eine Triologie
Bei Schlömers dreiteiligem Mozart-Projekt für die Salzburger Festspiele nehmen zum ersten Mal Videoelemente relevanten Raum ein. «Irrfahrten» heißt die Trilogie, die die Oper «La Finta Semplice» mit musikalischen Fragmenten unter den Titeln «Abendempfindung» und «Rex Tremendus» verbindet. Dass er mit Video arbeitet, ist eine kleine Sensation. Verweigert er doch eher das Bild. Die «Manipulation des Raums» soll durch den Körper des Tänzers, durch Stimme und Emotion erfolgen. Erst danach dürfen bei ihm Bilder vorkommen.
Video sah man nur einmal in seinem «Fit for Life» 2002 am Schauspiel Köln. Das Video filmte live, hatte eher dokumentarischen, erklärenden Charakter. Gehörte fast nicht zum Stück. Nun aber ist Joachim Schlömer zwei Experten für bühnentauglichen Videoeinsatz begegnet: dem Büro FettFilm. «Durch deren Ernsthaftigkeit, mit der sie Video betrachten und wie die beiden das Medium als eigenständigen Mitspieler auf der Bühne begreifen. Da eröffnen sich für mich andere Perspektiven.»
Die inspirierenden Köpfe sind Torge Møller und Momme Hinrichs. Zwei Quereinsteiger. Der eine kam von einem Philosophiestudium und wurde Tontechniker am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
His shaved head, pronounced brow, his piercing eyes and warm smile, make for a disarming combination of looks and intention. In no uncertain terms, the Israeli-born choreographer is making people take notice. At 37, Gat is gaining international recognition for his choreographic work. In his newest evening-length work for 11 female dancers, “K626,” Gat turns to...
Denken in der Kunst hat keinen guten Ruf. Einerseits. Zu viel konzeptueller Tanz, zu kopfiges Theater, all das in-progress-Zeugs, zu wenig Schönheit, zu wenig Gefühl, zu wenig Fleisch und Blut. Andererseits: Denken in der Kunst steht hoch im Kurs. Kaum ein Theater, das sich nicht ein Lab gönnen würde, eine Akademie, ein educational oder research programme....
PAF is a place for artistic residencies, a place to work for any period of time on artistic, scientific, political and/or theoretical projects – an open, communal forum for producing knowledge in the context of critical exchange and ongoing discursive practice – a place for autonomy and full concentration on work – a tool to develop new methods and procedures, not...
