Jenseits

Chris Haring fordert Sonnenwende am Gletscherstrand und «Jede Jahreszeit jederzeit!»

Tanz - Logo

Sonnenwende am Gletscherstrand – der ideale Urlaub. Der Wiener Choreograf Chris Haring fordert: «Jede Jahreszeit jederzeit!» Auf der spanischen Expo in Zaragoza vereinigt er im österreichischen Pavillon die beiden Klassiker unter den Urlaubsländern, sperrt Klischees von Spanien und Österreich in eine überdimensionale, begehbare Schneekugel. Und schüttelt das berühmte Wintersouvenir. Chris Haring, der Meister der virtuellen Illusion, fordert: «Jedes Wetter zur selben Zeit ... Wetter auf Bestellung». Denn Ferienzeit ist Ausnahme-, ist «die ideale Zeit».

Entspannt posieren und bewegen sich fünf freundlich gestimmte Tänzer und schauen aus ihrem Idealwetter-Arkadien zu uns herab. Am 19. Juli sind sie live zu sehen als «lose lagernde Freizeitmenschen am offenen Horizont des Gletscherstrands». Bar jeder Klimaspekulation «kamen sie und wollten Ferien machen, um in das Land hineinzuschauen. Aber das Land erhob sich. Es schaute zurück». Und schüttelte sich. Bis zum 14. September.
www.liquidloft.at

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juli 2008
Rubrik: Jenseits, Seite 74
von Chris Haring

Vergriffen
Weitere Beiträge
Yvonne Rainer

Im schlichten T-Shirt mit «Merce 50»-Aufschrift und dunkler Hose sitzt sie in der ersten Reihe des Tanzquartier Wien. Aufmerksam verfolgt sie die Probe zu ihrer Performance «RoS Indexical», unterbricht gelegentlich, um den Tänzerinnen Anweisungen zu geben. «Da ist sie also, die große Yvonne Rainer.» Was für eine Aufregung herrschte am Tag zuvor im Tanzquartier....

Er hat's gesagt: Peter Jonas

«Ich würde sagen, wir ergänzen (in Bayreuth) das ganze Wagner-Repertoire auch um die Orchesterwerke. Wir engagieren – vielleicht nur alle zwei, drei Jahre – die besten Dirigenten der Welt, rekrutieren eine maßgeschneiderte, handverlesene Tanzkompanie für den Sommer und einen herausragenden Choreografen: einen William Forsythe, einen Mats Ek oder sogar einen Heinz...

Bertrand d'At

Das Ausrufezeichen hinter dem Namen Béjart, mit dem das Ballett der Straßburger Rheinoper seinen Abend ankündigte, lässt keinen Zweifel. Eine Hommage an den im vergangenen November verstorbenen großen Choreografen sollte es nicht werden, «dergleichen hätte Maurice gelangweilt», wie Ballet-Chef Bertrand d’At sagte. Der ehemalige Tänzer und spätere Assistent Béjarts...