Jenseits

Ein Laden namens «Einladen»: Gerald Siegmund über die jüngste Aktion der Choreografin Wanda Golonka in Frankfurt/Main

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Einladen heißt das neue Projekt der Choreografin Wanda Golonka, das sie durch die gesamte Spielzeit am schauspielfrankfurt begleiten soll. «Einladen» ist wörtlich zu verstehen. Golonka hat im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen einen Laden gemietet, in dem sie mehrmals im Monat morgens, mittags und abends Gäste begrüßt. Schauspieler und Bewohner der Stadt und der Region treffen sich, ohne dass sich die Begegnung zwischen Kunst und Leben wie auf einer Bühne sofort in eine feste Form zwängen müsste.

Statt auf der Probebühne sitze sie nun im «Einladen», sagt Wanda Golonka und lauscht dort Geschichten, die das Leben schrieb. Um das Hineinhorchen in die Stadt und deren Befindlichkeiten zu orches­trieren und zu choreografieren, hat sie verschiedene Formate entwickelt, die Thema im Laden sein werden. So kommen am Morgen nach jeder Premiere Schauspieler und Besucher zum «Schmu», zum Frühstück zusammen, um sich auszutauschen. «Clandestine», also heimlich, verbringen ein Schauspieler und ein Bürger einen Tag miteinander. Beim gemeinsamen Abendessen im «Einladen» sollen sie den ­anderen Gästen von ihren Erlebnissen berichten. Auf einem «Diwan» werden Geschichten erzählt – und bei ...

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Tanz November 2006
Rubrik: Jenseits, Seite 82
von Gerald Siegmund

Vergriffen
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