James Forbat
Das English National Ballet hat soeben seinen besten Tänzer, einen ultimativen premier danseur noble, von der Gehaltsliste streichen müssen: Thomas Edur wurde zum künstlerischen Leiter des Nationalopernballetts von Estland in Tallinn ernannt. Mit solch großen Tänzern aus aller Welt konnte sich das English National Ballet schon immer rühmen, aber jetzt wächst eine Generation englischer Tänzer heran. Hervorstechend unter ihnen ist James Forbat, 23 Jahre alt.
Es gibt um ihn herum zahllose andere technisch brillante Tänzer, wie in allen großen Kompanien, aber selten einen, der als premier danseur noble in den klassischen Balletten überzeugen kann; da kaum einer versteht, dass eine Charakterrolle die Kunst erfordert, sie aus nur strikt limitierten Bauteilen entstehen zu lassen. Lieber setzen die Theater auf gutes Aussehen, erlesenes Betragen, ideale Proportionen. Forbat, der bereits die Zuckerpflaumenfee im «Nussknacker» und den Prinzen in «Dornröschen» tanzte, macht deshalb Hoffnung, weil er tatsächlich zeigt, wie er in dramatischen, erzählenden und romantischen Balletten wächst, als Des Grieux in MacMillans «Manon», als Albrecht in «Giselle» und als Romeo in Nureyevs «Romeo and ...
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