Isira Makuloluwe
Sie sind erst 38, und Ihr Name steht neben Jirí Kylián auf dem Ballett-Programm des Genfer Grand Théâtre. Das ist natürlich schmeichelhaft. Jirí Kylián ist doch einer der großen Choreografen unserer Zeit. Ich denke, das hat zur Folge, dass ich das Gegenteil jeglichen Konkurrenzgefühls empfinde …
Sie sind in Sri Lanka geboren und in England aufgewachsen.
Färbt die doppelte Kultur auf Sie ab? Klar. Mein Körper ist südostasiatischer Herkunft, meine Muskeln, meine Reflexe, mein Blick sind davon bestimmt. Aber das kommt nicht in meinen Stücken vor. Es gibt Choreografen, die ihre kulturelle Herkunft auf der Bühne herumzeigen. Ich sehe nicht ein, wieso ich das auch tun sollte. Die Gefahr, dass mein Schaffen zu einer Marke verkommen würde, ist zu groß.
Wie meinen Sie das? Junge Künstler lassen sich viel zu schnell in die Enge treiben: Ihr erstes und zweites Werk haben Erfolg, schon macht man ...
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