Christina Ciupke und Mart Kangro
Schwarze Luftballons ringsum. Wer im Kanuti Gildi Saal in Tallinn seinen Platz erreichen will, muss sich einen Weg erkämpfen. Doch Vorsicht: einmal danebengetreten, zerplatzt nicht bloß ein Traum. «I know what you think» ist auf einem Exemplar zu lesen. Ein Knall, und es ist in Nichts aufgelöst.
Christina Ciupke und Mart Kangro lassen sich Zeit. Sie tasten sich ab – nicht in physischer Hinsicht, sondern im übertragenen Sinn.
«Active in Imagination?» heißt es beispielsweise, «Emotional in balance?», «Responsibility?» oder«Open-minded?» Und jedes Mal reagiert der dermaßen Angesprochene, vor dem anderen sich wälzend mit einem «Agree», «Disagree» oder «Strongly disagree»: ein frivoles Frage- und Antwortspiel, dessen «umwälzendem» Reglement sich die beiden, wie zwei frisch Verliebte, lustvoll unterziehen.
Der Kampf geht in die nächste Runde. Wie schon vor zwei Jahren in «Longer than Expected«, als die beiden die Grundlagen und Kontrollmechanismen physischer Ausdauer untersuchten, gehen die beiden Performer aus Berlin und Tallinn in «Winners versus Losers« bis an die Grenze ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit. Doch was heißt hier gehen? Sie laufen hintereinander her, ohne ein einziges ...
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