Indien
«Eine Tänzerin in Indien erhält nach der Vorstellung in der Regel eine Gage von 5000 Rupien», so der zeitgenössische Choreograf und Kathak-Tänzer aus Kolkata. Das sind etwas weniger als 70 Euro. Gezahlt wird in bar, und zwar in jenen 1000er- und 500er-Scheinen, die seit dem 8. November ungültig sind. In jener Nacht wurden 86 Prozent des gesamten indischen Bargelds ohne Vorankündigung wertlos, angeblich, um den Umlauf unversteuerten Einkommens einzudämmen. Versteuert werden in Indien jedoch Gewinne erst ab 300 000 Rupien im Jahr.
«So viel Geld macht in Indien vielleicht 20 Prozent der Bevölkerung, Tänzer sind kaum darunter», glaubt Iyengar, der im Moment in Italien und Frankreich auf Tournee ist. Klar, sagt er, man könnte die Gage den Tänzern nun überweisen, doch 80 Prozent der notleidenden Bevölkerung hat keinen Zugang zu einem Konto. Geht der Tänzer mit einem Scheck zur Bank, wird der nicht eingelöst. Selbst einen Monat nach der Vernichtung von Geld im Wert von insgesamt 288 Milliarden Dollar verfügen die Banken noch immer nicht über Bargeld. Die neuen Scheine werden noch gedruckt. Die einen sagen, dies sei die raffinierteste Bankenrettung seit Langem, andere ...
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Tanz Januar 2017
Rubrik: Persönlich, Seite 32
von Arnd Wesemann
Amsterdam
Het Nationale Ballet tanzt das mehrteilige Programm «Made in Amsterdam 1 & 2» mit Uraufführungen von David Dawson, Ernst Meisner und Juanjo Arqués sowie Wiederaufnahmen von Hans van Manen, Christopher Wheeldon, Alexei Ratmansky, Ton Simons und Krzysztof Pastor. De Nationale Opera, 11. Febr. – 4. März; operaballet.nl
Den Haag
Das Nederlands Dans...
Die Frau hat sich einen Löwen über die Schultern geworfen. Sein Schweif baumelt auf der einen Seite ihrer Beine herab, auf der anderen Seite hängt sein Kopf schräg herunter und wippt ganz leicht im Takt ihrer Schritte. Aus den Hüften einer anderen Schönen wachsen Hunderte von zitternden Papierstreifen, wie Schilfgras. Vom Dekolleté einer Dritten fallen...
Von Sankt Petersburg bis München, von Antwerpen bis Seoul: Seine Ballette werden auf den Bühnen der Welt getanzt. Zum 90. Geburtstag widmet ihm das Moskauer Bolschoi-Theater ein riesiges Festival: Bis Ende Februar gibt es dort ausnahmslos nur Choreografien zu sehen, die er während seiner langen und immer noch andauernden Karriere geschaffen hat. Bis heute ist...
