Impressum & Vorschau
im dezember: william forsythe
ist zurück. Die Stadt Frankfurt ehrt den Choreografen bis zum 31. Januar mit der Ausstellung «The Fact of Matter» im Museum für Moderne Kunst. Genau 30 Jahre lang wirkte Forsythe stilbildend in der Main-Metropole. Zuletzt verließ er seine Kompanie, die nun als Dresden Frankfurt Dance Company mit Jacopo Godani eigene Wege geht. Neue Ziele hat er sich gesteckt, will sein Publikum noch unmittelbarer betören. Hunderte Ringe hängen für «The Fact of Matter» von der Decke und laden das Publikum zum Turnen ein.
Mit anderen Installationen antwortet er auf Meisterwerke der Frankfurter Sammlung auf Richard Serra, Cy Twombly, James Turrell. Für den 65-Jährigen hat eine neue Schaffensphase begonnen, zu der er sich im ersten Interview seit Langem endlich wieder äußern will.
im januar: demis volpi
Vor einem Jahr hat man ihm noch den «Tanzpreis Zukunft» zuerkannt. Inzwischen ist Demis Volpi längst in der Gegenwart angelangt und kündigt mit einem «Nussknacker» für das Ballet Vlaanderen und einer «Salome» für das Stuttgarter Ballett gleich zwei abendfüllende Großproduktionen für die laufende Spielzeit an: ein Arbeitspensum, bei dem einem angst und bange werden könnte. ...
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Tanz November 2015
Rubrik: Impressum, Seite 80
von
Griechische Götter brauchen Waffen. Einen Dreizack, eine Leier, einen Blitz. So stellen sie die bekannten Naturgewalten dar, als Götter der Stürme, der Künste und des Schicksals aber wer kommt schon darauf, eine Balletttänzerin als Naturgewalt zu betrachten? Zeus trägt hinterrücks eine Pistole, Apollo einen Degen, Poseidon einen Dolch. Diese Götter sind...
newcomer
sergiu matiŠ
Der klassische Tanz habe seinen Körper kontaminiert und müsse deshalb ausgetrieben werden, sagt Sergiu Matiš. Obwohl sich seine solide Ausbildung auf der Bühne positiv bemerkbar macht. Im zeitgenössischen Tanz hat der gebürtige Rumäne eine neue Heimat gefunden, neugierig, wie Tanz auf Gegenwart reagiert. Nach neunjährigem Studium im heimischen...
In jedem größeren Ort mindestens eine kunsthistorisch bedeutsame Kirche, in jeder halbwegs traditionsbewussten Stadt ein eminentes Museum, und oft genug selbst in der kleinsten Kapelle am Wegesrand noch ein Fresko, das man gesehen haben muss: Italien ist ein Land der Kultur, eine Kulturmarke. Und trägt schwer daran. Seit über zwei Jahrzehnten ist klar, dass der...
