Im Kino: "Step Up"

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Nein, Tyler ist nicht der Typ, der eine Strumpfhose besitzt. Der Junge aus den Slums von Baltimore findet Leggins einfach lächerlich. Aber er kann – anders als die «Kollegen» aus der klassischen Abteilung – richtig zupacken. Und auch Nora kann so kraftvoll tanzen, dass es dem Freestyle-Dancer schier die Sprache verschlägt.

Das Problem: das Gericht hat den Mann von der Straße gerade zu 200 Stunden Sozialdienst in der Schule verdonnert, in der er mit seinen Kumpels des Nachts nach einer missglückten Party eingebrochen ist – und das heißt nicht: Händchenhalten mit einem der heißesten Mädchen, das sich in der Maryland School of Arts auf den alles entscheidenden Senior Showcase vorbereitet, sondern Fensterputzen, Bodenschrubben, Knochenarbeit.
Wie in einem echten Film aus der amerikanischen Traumfabrik findet er einen Weg aus dem selbstverschuldeten Schlamassel, und so endet «Step Up», wie man es nach «Saturday Night Fever», «Fame», «Flash Dance», «Footlose», «Dirty Dancing» oder «Save the Last Dance» nicht anders erwartet: als das Klischee eines Crossovers der Künste und Klassengegensätze. Der Draufgänger und die Ballettelevin aus gutbürgerlicher Familie kommen zusammen – und das nicht ...

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Tanz November 2006
Rubrik: Tanz in Schulen, Seite 23
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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