Ihsan Rustem, Alex Kros, Alfonso Palencia «Emotions of Dance»
Bremerhaven ist nicht nur wegen des Stadtentwicklungsprojekts «Havenwelten» eine Reise wert. Alfonso Palencia, seit 2022 Direktor des so kleinen wie feinen örtlichen Stadttheater-Balletts mit 14 Tänzer*innen, möchte seinem Publikum zeitgenössischen Tanz präsentieren und seine Tänzer*innen möglichst unterschiedliche choreografische Handschriften erleben lassen. Mit dem dreiteiligen Abend «Emotions of Dance» gelingt ihm beides.
Alles beginnt mit lautem Herzklopfen, zu dem die Tänzer*innen ihre Körper wie riesige Herzen zucken lassen.
Ihsan Rustems «Le Fil Rouge» entstand 2016 fürs amerikanische NW Dance Project und feiert – mal witzig, mal verträumt – eine ganz und gar jugendliche Lebens- und Liebesfreude. Die Lieder von sechs Sängerinnen (von Yma Sumac über Edith Piaf bis La Lupe) nehmen das Publikum mit auf eine musikalische Gefühlsreise und bilden dabei einen der roten Fäden des Stücks. Einen weiteren hat Rustem in die Sequenzen eingewebt, wenn zwischen den schlichten schwarz-weißen Kostümen immer auch etwas Rotes aufblitzt. Man darf die Pas de deux und Gruppenszenen durchaus mit einem Augenzwinkern verstehen: Humorvoll sind sie, aber nie albern, und voller Neugier auf das Leben.
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Tanz April 2025
Rubrik: Kalender, Seite 34
von Arvid Storch
Die Szenerie erinnert an eine klassische Ballettsaal-Situation: Eine Tänzerin, unspektakulär in Sport-BH und Jogginghose gekleidet, probt Bewegungen, ein Choreograf gibt Anweisungen, korrigiert, lässt wiederholen. Nur dass es in Felipe Romero Beltráns 3-Kanal-Videoinstallation «Instruction» (2022 –23) gar nicht in erster Linie um die Probe eines Stücks geht,...
Bernburg, Halberstadt, Quedlinburg
TAREK ASSAM «DA VINCIS MAGIE»
Eine Welle von Holzblöcken, die wie Dominosteine kippen, ist der Auftakt zu Tarek Assams jüngstem Stück, das das Publikum auf eine magische Reise durch das Leben und die Zeit des italienischen Renaissance-Künstlers Leonardo da Vinci mitnimmt. Dass dieser ein Meister vieler Disziplinen war, ist...
Es ist eine echte Liebesaffäre zwischen Nicolas Canniccionis Kamera und den Körpern der sechs Tänzerinnen in «Pidikwe», einem kurzen Tanzfilm von Caroline Monnet, der international unter dem Namen «Rumble» vermarktet wird. Zuerst tanzt das Licht nur um die Gesichter: Man sieht Federn und Spitzen zittern, Perlen und Pelz, während Hände behutsam Köpfe umkreisen. Dann...
