I will survive
Einmal hatte Marco Berrettini richtig Pech. Er arbeitete an einer Inszenierung in Paris, an einem dieser Theater mit vielen verwinkelten Korridoren und Räumen, die nur nach Eingabe eines Codes am Türöffner betretbar sind. Ein sicherer Ort, um dort sein technisches Equipment zu verwahren. Sollte man meinen. Und doch war plötzlich alles weg: Computer und vor allem Festplatten geklaut – alle Aufzeichnungen des choreografischen Lebenswerks von Marco Berrettini.
Die Täter, die auf der Flucht noch einen Techniker mit dem Messer verletzten, waren über das Parkhaus im Keller ins Theater eingedrungen. Im Tiefgeschoss fand die Polizei Vorhangstoffe, die der Bühne fehlten und von den Dieben offenbar als Schlafsäcke genutzt worden waren.
Erst Tanz- und Anstandsschule, dann Disco-Dance-Turnier
Der Verlust all seiner Aufzeichnungen, sagt Marco Berrettini, habe ihn «sehr traumatisiert». Heute sei er, setzt er scherzend hinzu, verloren für die Nachwelt. Wie sich noch in Tanzarchiven verewigen? Er kann. Er muss sich dazu nur wiederholen. Und das tut er mit Verve. Seine frühe Arbeit, «Sorry, do the tour», 2001 uraufgeführt in Hamburg auf Kampnagel, erfuhr 2021 im Théâtre Arsenic in Lausanne ein ...
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Tanz 4 2023
Rubrik: Menschen, Seite 18
von Arnd Wesemann
Deutschland
On tour
Ballet Revolución aus Kuba, Show zwischen Ballett und Streetdance: Duisburg, Theater am Marientor, 8. April; Stuttgart, Liederhalle, 11.–16. April; München, Circus Krone, 25.–30. April; www.ballet-revolucion.de
«West Side Story», Neuinszenierung des Bernstein-Musicals (tanz 12/22): Frankfurt/ Main, Alte Oper, 4.–16. April; Mannheim, 1.–4....
Es ist ein Heimspiel, das Marco Goecke am 11. Februar zu absolvieren hat. An der Staatsoper Hannover geht die Premiere «Glaube – Liebe – Hoffnung» über die Bühne, mit Choreografien von Medhi Walerski, Guillaume Hulot und Goecke selbst, seit 2019 Ballettdirektor des Hauses. In der ersten Pause trifft Goecke auf die Tanzkritikerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung,...
Grande Dame
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