Big shit

Der Choreograf Marco Goecke attackiert die Kritikerin Wiebke Hüster mit Hundekot. Eine Affäre mit Folgen, die viele Fragen aufwirft

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Es ist ein Heimspiel, das Marco Goecke am 11. Februar zu absolvieren hat. An der Staatsoper Hannover geht die Premiere «Glaube – Liebe – Hoffnung» über die Bühne, mit Choreografien von Medhi Walerski, Guillaume Hulot und Goecke selbst, seit 2019 Ballettdirektor des Hauses. In der ersten Pause trifft Goecke auf die Tanzkritikerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Wiebke Hüster. Die Wahrnehmungen und Darstellungen dessen, was folgt, gehen auseinander.

Sicher ist: Es kommt zu einem Wortgefecht, dann zückt Goecke einen Beutel und drückt der Journalistin die Ausscheidungen seines Hundes ins Gesicht.

Egal, mit wem man in den Wochen danach redet – ausnahmslos alle verurteilen die Attacke als absolutes No-Go. Zu Recht. Jenseits der allgemeinen Missbilligung eines Vorgehens, mit dessen Strafbarkeit – Tatvorwürfe wie Körperverletzung und Beleidigung stehen in Rede – sich vermutlich ein Gericht befassen wird, hüllt sich die deutsche Tanzszene allerdings öffentlich in beredtes Schweigen, nach beiden Seiten. Das System reagiert nach innen, nicht aber nach außen. Warum? Welche Vorgeschichte(n) stecken dahinter?

Umso heftiger fallen die Antworten anderer Player aus. Der Deutsche ...

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Tanz 4 2023
Rubrik: Kunst und Kritik, Seite 44
von Dorion Weickmann

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