Hortensia Völckers
Hortensia Völckers
ließ mal einen echten Braunbären auf einer Eisbahn an süßem Honig schlecken (das war in Frankfurt/Main). Danach holte Hortensia Völckers ihr Publikum auf die Bühne. Da oben konnte es ein mehrgängiges Menü verzehren (bei den Wiener Festwochen). Gute Ernährung ist ihr wichtig. So wird man Künstlerische Leiterin der Kulturstiftung des Bundes. Sie ist, wenn man so will, die mächtigste Frau im deutschen Kulturbetrieb. Aber kein bisschen einsam. Hortensia Völckers hat nie etwas allein gemacht.
Beim Bär war die Kunstkritikerin Noemi Smolik dabei, beim Wiener Festessen saß Luc Bondy neben ihr, den Tanzplan ficht sie nun mit Madeline Ritter aus. Dabei sagt sie öffentlich gern so kerzengerade Sätze wie: «Wissen krankt in Deutschland auch daran, dass es die Wissenschaft für sich reklamiert und ihr Wissen durch Unverständlichkeit beschützt.» Oder: «Wir wollen doch Homogenisierung und schlampige Präsentation vermeiden!» Letzteres sagte sie vor exakt zehn Jahren. Heute in politischen Würden klingt das noch immer völlig unverbogen: «Ich möchte die Kulturproduzenten dazu anregen, langsamer zu denken, dafür großzügiger. Nicht alle paar Wochen ein neues Projekt einzureichen – da ...
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«I walk into a white room» – so fangen Albträume an. Eines jeden Malers, Musikers, Marketingstrategen. Man ersetze das leere Studio durch Bildschirm, Kochtopf, Labor oder Verkaufsgespräch, und bald schwitzen wir alle, wie beim ersten Rendezvous. Wir lieben ja unsere Arbeit, wäre da, ach, nur der ewige Kreativitätsdruck nicht.
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