Hoffnungsträger: Karin Pauer
Wer Qfwfq nicht kennt, muss nicht in Panik geraten. Jedenfalls nicht sofort. Auch Karin Pauer ist nicht wirklich vielen ein Begriff. Aber das kann noch werden. Die Tänzerin und Choreografin ist auch deutlich jünger als Qfwfq, der – seinem Schöpfer Italo Calvino zufolge – so alt ist wie das Universum selbst.
Pauer lebt in Wien, und sie hat einen von Qfwfqs Wohnorten, Calvinos Buch «Cosmicomics», zu Rate gezogen, um ein -irdisches Tanzstück zu zaubern: «five hundred thousand years of movement». Uraufführung war 2018 bei «ImPulsTanz» in Wien.
Die Choreografin versteckte sich als Tänzerin meist unter einem Pulli Größe XXXL. So offenbarte sie einem verblüfften Publikum das wahre Tanzerbe. Dabei konnte sie (was wiederum des «letzten Dinosauriers» Qfwfqs Handschrift erkennen lässt) auf noch -fernere Zeiten zurückgreifen. Dafür hat sie Calvinos Zeitenwanderer in ihrem jüngsten Stück eine strahlende Zukunft eröffnet. Es trägt den Titel «the next five hundred thousand years of -movement» – Premiere war im Mai im Tanzquartier Wien.
Zwischen damals und morgen legt Pauer eine Grenze. Die konnte das Publikum beim «Donaufestival 2019» erstmals überschreiten: in der choreografischen Installation ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 173
von Helmut Ploebst
Die gebürtige Heidelbergerin ist 46 Jahre- alt, ausgebildet unter anderem in Ludwigshafen und Arnhem, ausgezeichnet beim Wiener «ImPulsTanz»-Festival und eine Zeitlang als Residenzchoreografin auf Kampnagel in ihrer Wahlheimat Hamburg angesiedelt, wo sie – genau wie in NRW – mehrfach und erfolgreich eigene Arbeiten gezeigt hat. Auf ihrer Homepage bezeichnet sie...
Eines lässt sich gewiss feststellen, blickt man auf das belgische und niederländische Tanzgeschehen der zurückliegenden Saison: In beiden Ländern setzen widrige finanzielle und organisatorische Bedingungen dem Tanz empfindlich zu. Dies könnte auch ein Grund dafür sein, dass bedeutende künstlerische Ereignisse ausgeblieben sind. Eine bemerkenswerte...
Marie Brolin-Tani, künstlerische Leiterin der Black Box Dance Company, hat diesen aktuellen schwedischen Zustrom vermutlich in Gang gesetzt. Ihre jüngste Zusammenarbeit mit der Filmregisseurin Susanne Bier für «Elsker dig for evigt» («Love you forever») ist seit über einem Jahr in ganz Dänemark ein Riesenerfolg.
Einen solchen verbucht auch Pontus Lidberg. Im April...
