Herbert Fritsch

wechselt als Hamlet das Fach

Tanz - Logo

Herbert Fritsch und Sabrina Zwach haben ein Buch gemalt: «hamlet_X // Interpolierte Fressen». Fritsch, der Volksbühnen-Schauspieler, zeigt sich im 111 Seiten schweren Band von seiner besten Tänzerseite. Schon zu Theater der Welt in Dresden gab er einen Nijinsky-Abend. Ein paar wenigen Kritikern fiel damals auf, tatsächlich: Herbert Fritsch ist nicht nur Schauspieler. Er ist Tänzer, der nebenbei spricht. Seine seither auffallend herrlich leichtfüßig verunglückenden körperlichen und geistigen Sprünge zeigten ihn als reziproken Nijinsky (und jetzt als dessen Gevatter Hamlet).

Die Verwandtschaft zwischen Fritsch und Nijinsky war das Zusammentreffen höchster Fähigkeit und höchster Unfähigkeit. Nun ist der tanzende Hamlet und sein leidender Körper dran.

Sabrina Zwach, die Co-Autorin, hörte zwar nach einem Verkehrsunfall im Alter von elf Jahren mit den Ballettstunden auf. Mit ihr aber entwickelte Herbert Fritsch nun einen neuen Tanzstil (33 Bewegungen in der Sekunde), der voraussichtlich 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt werden wird.
Zwach und Fritsch haben seit frühster Kindheit gezeichnet (auf Servietten und Bierdeckel) und getanzt (in Clubs und auf Premierenfeiern) und stellen ihr ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2007
Rubrik: Celebrities, Seite 25
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
George Blanchine and Tilly Losch

Just as Bach’s music brings out the best in choreographers, Balanchine’s life and work do so in biographers and critics. Robert Gottlieb – well known American book and magazine editor and, lately, dance reviewer – has written a compact account of the master choreographer’s life: George Balanchine – The Ballet  Maker. In the book’s 216 pages, there’s room too for...

Richard Wherlock: "A Midsummer Night's Dream"

Das Feenreich dümpelt in absoluter Flaute dahin. Titania hat nur noch Augen für ihren Indian Boy. Puck und seine Freundin Buttercup starren derweil am Bühnenrand Löcher in die Luft und vertreiben sich die Langeweile wie zwei Kids aus dem Waldkindergarten. Die beiden Kobolde sind die wahren Helden in Richard Wherlocks Ballett «A Midsummer Night’s Dream» in Basel:...

Der Sack bleibt zu

Mehr Licht! Danach verlangte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident a. D. Wolfgang Clement. Und erfand seinerzeit die ersten Leuchttürme. Für das von Strukturwandel gebeutelte Land suchte er Symbole mit «Strahlkraft» weit über NRWs Grenzen hinaus. Leuchttürme eben, die ihr Licht auf die enorme technologische und kulturelle Potenz des Landes werfen sollten. Der...