Herbert Fritsch
Herbert Fritsch und Sabrina Zwach haben ein Buch gemalt: «hamlet_X // Interpolierte Fressen». Fritsch, der Volksbühnen-Schauspieler, zeigt sich im 111 Seiten schweren Band von seiner besten Tänzerseite. Schon zu Theater der Welt in Dresden gab er einen Nijinsky-Abend. Ein paar wenigen Kritikern fiel damals auf, tatsächlich: Herbert Fritsch ist nicht nur Schauspieler. Er ist Tänzer, der nebenbei spricht. Seine seither auffallend herrlich leichtfüßig verunglückenden körperlichen und geistigen Sprünge zeigten ihn als reziproken Nijinsky (und jetzt als dessen Gevatter Hamlet).
Die Verwandtschaft zwischen Fritsch und Nijinsky war das Zusammentreffen höchster Fähigkeit und höchster Unfähigkeit. Nun ist der tanzende Hamlet und sein leidender Körper dran.
Sabrina Zwach, die Co-Autorin, hörte zwar nach einem Verkehrsunfall im Alter von elf Jahren mit den Ballettstunden auf. Mit ihr aber entwickelte Herbert Fritsch nun einen neuen Tanzstil (33 Bewegungen in der Sekunde), der voraussichtlich 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt werden wird.
Zwach und Fritsch haben seit frühster Kindheit gezeichnet (auf Servietten und Bierdeckel) und getanzt (in Clubs und auf Premierenfeiern) und stellen ihr ...
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