herbert fritsch
Herbert Fritsch, woher kommt es, dass ich bei «Ohne Titel Nr. 1» denke: War das jetzt Tanztheater?
Weil es trivial scheint, weil eine Geschichte nicht wichtig ist, weil der Text keine Rolle spielt, denn der ist für mich immer nur Anlass für Missverständnisse. Dagegen sind ein klarer Blick, eine klare Geste völlig unmissverständlich. Bewegung ist überhaupt ganz ursächlich fürs Theater. Theater ist Tanz und Gesang und nicht unbedingt das, was textlich verfasst ist.
Ein Riesensofa, darauf zwölf Spieler – für Tanzverhältnisse wäre das schon die ganz große Form – und das Publikum lacht und lacht.
Ich bin nun mal verschrien als der Komödienonkel mit dem Turbo-Spaßtheater. Spätestens beim Wort «Spaß» fühle ich mich aber fast beleidigt. Das klingt nach «Supernasen» oder so was. Komödie ist nun mal das Genre, das zum Lachen da ist, damit man sich den Kopf leer schütteln darf, damit man bei sich selbst aufräumen darf. Ich hätte auch keine Lust auf dieses deutsche Jammertheater, auf kreischende Frauen, die durchdrehen, sich mit Blut übergießen, in Wahrheit aber völlig saturierte Wohlstandsmenschen sind. Das sind doch Überbleibsel aus der Nachkriegszeit, die auch keine Aufarbeitung der ...
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Tanz Mai 2014
Rubrik: menschen, Seite 20
von Arnd Wesemann
Jean-Christophe Paré kennt das Metier aus fast jeder erdenklichen Perspektive. Er gehörte dem Pariser Opernballett an, wäre beinahe danseur étoile geworden, entschied sich aber in den 1980er-Jahren dafür, seine Energie im Rahmen der Groupe de recherche chorégraphique zu investieren. Ab 1990 wandte er sich dem zeitgenössischen Genre zu und wurde Pädagoge, danach...
ausschreibungen_____
«contact emergy 14», Contest for Contemporary Dance, Erfurt
Wettbewerbstermin: 24. Oktober
Deadline: 21. Juli
festival.tanztheater-erfurt.de
Programm «tanz + theater
machen stark» für 2014
Ausschreibungsfrist: 15. September
buendnisse.freie-theater.de
«POOL 14 – Open Call»
Internationale TanzFilmPlattform Berlin, 11.–14. September
Open Call/Deadline:...
Es gibt ihn, den «guten Schmerz». Man nennt ihn auch den «ehrgeizigen Schmerz». Er zeigt an, wann man Grenzen überwindet, der Körper zu neuen Ufern aufbricht, alte Routinen ersetzt werden, neue Erfahrungen entstehen. Fast jeder Tänzer ist besessen von solcher Schmerzerfahrung. Sie verschiebt das Limit der Belastbarkeit. Sie zeigt, dass man besser wird. Sie ist das...
