handbuch für choreografen 9
musik
Traditionell ist es der Choreograf, der ein Musikstück entdeckt oder in Auftrag gibt und dann etwas darauf choreografiert.
Das ist beileibe kein schlechter Ansatz.
musik
Ganz egal, was für Musik oder Klänge du dir zum Arbeiten aussuchst: Das Wichtigste ist, dass du dir Gedanken machst über die relative Gewichtung dessen, was wir am Ende zu sehen und zu hören bekommen: Laute Musik deckt kleine Bewegungen zu, und Klänge beherrschen häufig die gesamte Atmosphäre.
Mit der Musik oder den Klängen, die du verwendest, kannst du unter Umständen den Charakter eines Stücks komplett verändern (man denke etwa an Filme).
Ist es die Atmosphäre der Musik oder der Klänge selbst, die du anstrebst? Oder existiert darunter noch eine andere, zartere, jedoch nicht weniger kraftvolle Atmosphäre, die Gefahr läuft, erstickt zu werden?
musik
Choreografierst du zu einer Musik, so kannst du das relative Gewicht deiner Bewegungen exakt nach der Stärke der Klänge ausrichten, die wir hören werden.
Akustische Rhythmen verarbeitet unsere Wahrnehmung anders als visuelle Rhythmen. Der Rhythmus, den du hörst, wirkt stärker als der Rhythmus, den du siehst.
Eine Möglichkeit, die Kraft der Musik und die Kraft der ...
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Tanz Juli 2011
Rubrik: praxis, Seite 72
von Jonathan Burrows
Der Lift steht. Machen wir uns also zu Fuß auf den Weg nach oben ins Büro von Jan Broeckx. Hoch liegt es über den Dächern von Schwabing, auf einem Gelände, das früher Straßenbahnen beherbergte, bevor es die freie Tanzszene in den Achtzigern als Proben- und Aufführungsort nutzte. Irgendwann kam der Abrissbagger. An die Stelle der urbanen Wüste baute man ein Band...
...und Damien Jalet gewannen beim «Prix Benois de la Danse» 2011 im Moskauer Bolschoi-Theater den Preis für die beste Choreografie. Ihr Stück «Babel (Words)» erhielt damit die prestigereichste Auszeichnung der Ballettwelt. Die beiden teilen ihn brüderlich mit Jorma Elo für dessen Ballette «Ein Sommernachtstraum» beim Wiener Staatsballett und der neuen Version...
«Du musst dich selbst verlieren, um etwas anderes zu werden, und das dann wieder aufgeben.» Katja Cheraneva beschreibt ihre Tätigkeit in der Forsythe Company nicht als Zuckerschlecken, sondern als Herausforderung einer Arbeitsweise, die sie zuweilen auch so verwirrt, dass sie sich nicht mehr auskennt beim Bewegen. Doch: «Ich vertraue Bill hundertprozentig.» Er...
