Göteborg Ballet: «3xBoléro»
Mit diesem Stück startete Johannes Öhman in seine neue Position als Intendant des Göteborgs Operans Balett. «Boléro», das berühmte Werk von Maurice Ravel, lässt er von gleich drei Choreografen umkreisen. Es beginnt mit «Episode 17»: Alexander Ekman macht mit Witz, Intelligenz und einer Prise Ironie da weiter, wo er mit «Okänd Art» (Unbekannte Spezies) 2006 für das Cullberg Ballett aufgehört hatte. Hier wie da beginnt das Ballett mit einem Video. Tänzer marschieren durch Göteborg, weiße Gesichter, schwarzes Haar, alle in Schwarz gekleidet wie Manga-Figuren.
Ekman arbeitet am Ballett, als sei es ein Comic. Kurze Szenen, klare Strukturen, deutliche Pointen. Der «Boléro» bleibt dabei eine Klanggardine, die von zwei Live-Violinen bewegt wird.
«Walking Mad» danach, von Johan Inger, ist nicht neu. Das Stück bestand mal aus rein aggressiver Energie, die im Kontext des «Boléro» nun ebenso restlos in Humor aufgelöst wird. Die Tänzer sind großartig – und Inger lässt die Musik halbwegs intakt. Kenneth Kvarnström dagegen gab Ravels Klassiker in die Hände von Jukka Rintamäki. «OreloB» heißt es nun. Der Titel markiert die Vorsicht, mit der am «Boléro» musikalisch operiert wurde. Das passt zu ...
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