glück...
...findet reißenden Absatz, es ziert die Werbung und wird von Doris Dörrie verfilmt. Also darf man dem Glück getrost misstrauen. Die Tanzregisseurin Helena Waldmann treibt das Glück direkt in den Bühnentod (Seite 22), die Choreografin Stephanie Thiersch (Seite 14) sagt: «Glück wird medial total überhöht, ständig reflektiert, so dass es etwas Dogmatisches bekommt, ein Ziel, ein Muss darstellt.»
Sie hat recht. Denn das Glück scheint sogar zur Staatsangelegenheit zu werden. Jegliches Verbot gründet sich gesetzlich auf der Annahme, ein Unglück zu vermeiden.
Dumm ist nur: Je mehr wir uns verbieten lassen, desto unglücklicher werden wir. Jeder bessere Tanzabend beweist das Gegenteil. Wer nichts riskiert, nicht investiert in eine Energie jenseits des Mäßigen, langweilt das Publikum. Auch der Zuschauer will ausbrechen aus dem Korsett der Sicherheit, der Gewohnheit, der Wiederholung.
Jeder Tänzer kennt das. Mit jeder Wiederholung manifestiert sich sein Recht auf Tanz. Aber soll man es dabei belassen? Zum dritten Mal findet nun die «Biennale Tanzausbildung» statt. Auch dieses Treffen der Tanzpädagogen hat ein Ziel: Das Wiederholen von Geschichte, sagt der Gastgeber Dieter Heitkamp (Seite 66), ...
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Tanz März 2012
Rubrik: editorial märz 2012, Seite 1
von
Ganz nebenbei erwähnt Stephanie Thiersch, dass sie mal Skaterin war. «Ich fand die Jungs halt toll.» Skaten und Hip-Hop und Graffiti, diese Szene war mal ihre Welt. Das Faible für ruppige Musik hört man einigen ihrer Stücke noch heute an. Ballerina wollte sie, Jahrgang 1970, mal werden, lernte in Wiesbaden nach russischer Schule, bekam die, wie sie sagt, «üblichen»...
_____deutschland
Aachen
Fabrik Stahlbau Strang «schrit_tmacher Festival 2012»: Die Compagnie Marie Chouinard zeigt «bODY_rEMIX/gOLDBERG_vARIATIONS»: 10 Tänzer führen Variationen zu den Themen Freiheit und Kontrollverlust vor. 1.– 4. März
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Dieter Heitkamp, was bedeutet «Kulturerbe Tanz», das diesjährige Motto der «Biennale Tanzausbildung»? Es knüpft an die Methoden der Rekonstruktion an, um die es bei der vorangegangenen Biennale ging. In Frankfurt gibt es viele Aktivitäten, die mit Dokumentation zu tun haben, sei es die «Motion Bank», seien es Oral-history-Projekte. «Kulturerbe Tanz» ist als Begriff...
