glück...

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...findet reißenden Absatz, es ziert die Werbung und wird von Doris Dörrie verfilmt. Also darf man dem Glück getrost misstrauen. Die Tanzregisseurin Helena Waldmann treibt das Glück direkt in den Bühnentod (Seite 22), die Choreografin Stephanie Thiersch (Seite 14) sagt: «Glück wird medial total überhöht, ständig reflektiert, so dass es etwas Dogmatisches bekommt, ein Ziel, ein Muss darstellt.»

Sie hat recht. Denn das Glück scheint sogar zur Staatsangelegenheit zu werden. Jegliches Verbot gründet sich gesetzlich auf der Annahme, ein Unglück zu vermeiden.

Dumm ist nur: Je mehr wir uns verbieten lassen, desto unglücklicher werden wir. Jeder bessere Tanzabend beweist das Gegenteil. Wer nichts riskiert, nicht investiert in eine Energie jenseits des Mäßigen, langweilt das Publikum. Auch der Zuschauer will ausbrechen aus dem Korsett der Sicherheit, der Gewohnheit, der Wiederholung.

Jeder Tänzer kennt das. Mit jeder Wiederholung manifestiert sich sein Recht auf Tanz. Aber soll man es dabei belassen? Zum dritten Mal findet nun die «Biennale Tanzausbildung» statt. Auch dieses Treffen der Tanzpädagogen hat ein Ziel: Das Wiederholen von Geschichte, sagt der Gastgeber Dieter Heitkamp (Seite 66), ...

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Tanz März 2012
Rubrik: editorial märz 2012, Seite 1
von

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