Giselle Leichtentritt: Der Sturm aus der Zukunft
«Уважающим себя хореографам следовало бы учитывать, что каждое па – это шаг в будущее. Chorégraphes qui se respectent devraient prendre en considération que chaque pas est un pas dans l’avenir.» Das ist ein Satz, den Serge Diaghilew, laut Boris Kochno, am 17. August 1929, also zwei Tage vor seinem Tod, in Venedig Kochno anvertraut haben soll & den ich, Giselle Leichtentritt, mir nach meinem Besuch bei Boris Kochno, am 2.
März 1986, in ein «UTOPIA FAUX PAS» betiteltes Notizbuch gekritzelt habe.
In diesem Notizbuch befinden sich, Seite an Seite, unzählige Fußnoten und assoziative Collagen zum Thema Tanz & Fortschritt, die ich mir über all die Jahre bei verschiedensten Gelegenheiten, während oder nach William Forsythes «Limb’s Theorem» oder vielen, vielen anderen Tanzveranstaltungen, Ausstellungs- & Kinobesuchen oder beim Durchblättern, Lesen, Wiederlesen von Nietzsches tanzbesessenen Reflexionen zum Fortschritt, Wittgensteins «Philosophischen Untersuchungen»,Becketts «Dante … Bruno. Vico … Joyce» oder «Dante and the Lobster», oder einiger anderer meiner livres de chevet, meiner Lieblingstexte und -bücher gemacht habe, etwa Jean Genets «L’Atelier d‘Alberto Giacometti» oder Benjamins ...
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Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Raum für Visionen, Seite 116
von Giselle Leichtentritt
«Ich bin zu sarkastisch, um ein Huhn zu tanzen und das wirklich zu genießen», sagt er lachend. Was macht ein Brite, der mit einem Lieblingsballett der Londoner, Frederick Ashtons «La Fille mal gardée», so gar nichts anfangen kann? Er sucht sich anderswo Arbeit. Schon mit 15 Jahren zog sich Adam Russell-Jones Videos vom Nederlands Dans Theater (NDT) rein und war...
Ein komisches Gefühl, sich mittels VR-Brille und Headphones von der realen Welt abzuschotten, um ein Ballett anschauen zu können. Hat man das seltsame Equipment aber erst einmal angelegt und den Film gestartet, wird man augenblicklich in eine faszinierende, dreidimensionale Welt aus Bewegung, Bild und Klang hineingezogen. Man kann auf seinem Drehstuhl eine...
Von solchen Freunden beziehungsweise Freundinnen hätte der Tanz gerne mehr. Seit 2013 leitet Brigitte Fürle die künstlerischen Geschicke des Festspielhauses St. Pölten. Seither geben sich hier die Größen der internationalen Szenen die Klinke in die Hand, für Auftritte und Residenzen. Fürle koproduziert Hofesh Shechter, Israel Galván, Lemi Ponifasio. Sie bietet den...
