Giacometti-Projekt

Tanz - Logo

Micha Purucker sagt: «Wir können unseren Körperentwurf nicht Hollywood, den Labors oder Frauenzeitschriften überlassen; der Körper ist schließlich unsere Basis.» Konsequent sucht er nach Alternativen. Beispielsweise in der Bildenden Kunst, zuletzt in mehrtägigen Projekten zu den fleischlich-sinnlichen Malern Francis Bacon und Maria Lassnig. In seinem dritten Projekt, «dis.post.near.
gone», beschäftigt er sich nun mit Arbeits- und Sehweisen des Schweizer Plastikers Alberto Giacometti.

Es geht «um die Verfahren und Wahrnehmungsprozesse, wie sie in Giacomettis Atelier, Paris, rue Hippolyte Maindron 46, Ecke Moulin Vert über 40 Jahre hinweg stattgefunden haben bzw. stattgefunden haben könnten, und wie sie seinen Körperformulierungen und Bildfindungen zugrunde liegen mögen.» Ideen des expanded cinema werden in einer komplexen Partitur mit Tanz, Licht, Film, Musik zu einer Rauminszenierung durch mehrere Räume der jetzt schwer hippen Bühne schwere reiter verbunden. «dis.post.
near.gone – giacometti-projekt. echoes – 18 gestures in space»: vier Tage Tanz, expanded cinema, Performance, Infobar und Vorträge, München, schwere reiter, 5.-8. Dez. schwerereiter.de

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Dezember 2009
Rubrik: Highlights, Seite 29
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Männer jagten Mammuts

Das war nicht nur gefährlich, sie benötigten auch ein paar Tugenden, um zu überleben: Mut, Erfahrung, die Fähigkeit, geräuschlos zu kommunizieren und ähnliche Eigenschaften. Aber spätestens im alten Rom setzte sich die Meinung durch, dass ein Anführer nur deutlich genug Kommandos geben, auf die Untergebenen einen gewissen Druck ausüben und seine Autorität dadurch...

Einstand

So viel Sehnsucht. So viel Hoffnung auf den «Wundermann», auf Martin Schläpfer, den toptalentierten Choreografen, der als Ballettdirektor Düsseldorf/Duisburg endlich zu überregionalem Tanzruhm verhelfen soll. Wunder hat er schon vollbracht, als er in der einstigen Tanzprovinz Mainz eine erstklassige Truppe etablierte.

Die brachte er nun mit ins neue Domizil,...

Weltflucht ins Ironische Idyll

Eigentlich ist Arvo Pärt was für die «Spirituellen». Er suche nach «dem Einen», hat der Mystiker unter den Komponisten erklärt, und er wollte das Paradox: Mit Musik Stille schaffen. In seiner Komposition «Tabula rasa» hat er das Klangmaterial auf ein Minimum reduziert, die Klänge suchen das Nichts, bloße Leere. Typisch Pärt. Und auf der Bühne springen, rasen,...