Giacometti-Projekt
Micha Purucker sagt: «Wir können unseren Körperentwurf nicht Hollywood, den Labors oder Frauenzeitschriften überlassen; der Körper ist schließlich unsere Basis.» Konsequent sucht er nach Alternativen. Beispielsweise in der Bildenden Kunst, zuletzt in mehrtägigen Projekten zu den fleischlich-sinnlichen Malern Francis Bacon und Maria Lassnig. In seinem dritten Projekt, «dis.post.near.
gone», beschäftigt er sich nun mit Arbeits- und Sehweisen des Schweizer Plastikers Alberto Giacometti.
Es geht «um die Verfahren und Wahrnehmungsprozesse, wie sie in Giacomettis Atelier, Paris, rue Hippolyte Maindron 46, Ecke Moulin Vert über 40 Jahre hinweg stattgefunden haben bzw. stattgefunden haben könnten, und wie sie seinen Körperformulierungen und Bildfindungen zugrunde liegen mögen.» Ideen des expanded cinema werden in einer komplexen Partitur mit Tanz, Licht, Film, Musik zu einer Rauminszenierung durch mehrere Räume der jetzt schwer hippen Bühne schwere reiter verbunden. «dis.post.
near.gone – giacometti-projekt. echoes – 18 gestures in space»: vier Tage Tanz, expanded cinema, Performance, Infobar und Vorträge, München, schwere reiter, 5.-8. Dez. schwerereiter.de
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Ausgeschrieben II.
Das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz an der UdK Berlin und der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» nimmt wieder Studierende auf. Interessenten bewerben sich für den Studiengang BA Zeitgenössischer Tanz, Kontext, Choreografie bis zum 23. Jan., für
den Studiengang MA Choreografiebis zum 8. Jan. (beide starten im Wintersemester 2010):
udk...
Das war nicht nur gefährlich, sie benötigten auch ein paar Tugenden, um zu überleben: Mut, Erfahrung, die Fähigkeit, geräuschlos zu kommunizieren und ähnliche Eigenschaften. Aber spätestens im alten Rom setzte sich die Meinung durch, dass ein Anführer nur deutlich genug Kommandos geben, auf die Untergebenen einen gewissen Druck ausüben und seine Autorität dadurch...
Martin Parr, der Magnum-Fotograf, eröffnete 2008 eine sensationelle Ausstellung seiner Bilddokumente im Münchner Haus der Kunst. Seither tourt sie um die Welt und zeigt einen Fotojournalismus britischer Herkunft, der sich restlos dessen bewusst ist, dass fast jeder selbst eine Kamera besitzt, und sei sie im Handy eingebaut. Aber, so Parr: «Es gibt sicher mehr...
