Gestorben

Nadia Nerina und Mario Maya

Tanz - Logo

Nadia Nerina, 80, war eine der vielseitigsten Ballerinen des Royal Ballet, als dieses noch Sadler’s Wells Ballet hieß. Geboren wurde sie 1927 in Bloemfontein in Südafrika. Als sie im Alter von 17 nach England ging, um dort ihre Ausbildung zu beenden, nahm sie Marie Rambert persönlich unter ihre Fittiche. Der Erfolg kam schnell. Sie tanzte alle großen klassischen Rollen.

Man lobte ihr natürliches Stilgefühl und ihr «happy face», pries die Präzision und – englisches Understatement – ihre saubere Fußarbeit, die sie selbst unter ihren Kolleginnen beim RB unerreicht machte. Heute wird ihr Name vor allem mit Lise, der «Fille mal gardée» von Frederick Ashton verbunden. Für den Choreografen selbst war sie die «ideale Besetzung». Am 21. Oktober hätte Nadia Nerina in ihrer Wahlheimat Frankreich ihren Geburtstag gefeiert. Sie starb am 6. Oktober in Beaulieu-sur-Mer.

Mario Maya
, 71, tanzte als Junge für Touristen in Granada. Die britische Malerin Josette Jones entdeckte ihn und finanzierte seinen Umzug nach Madrid. Er tanzte von 1956 bis 1958 im Flamenco-Ballett von Pilar López, ging 1965 nach New York und wurde vom Columbia Artists Management unter Vertrag genommen: Plattform für seinen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2008
Rubrik: Boulevard, Seite 23
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Woran erkennt man einen rumänischen Verkehrspolizisten?

An der verdrießlichen Miene und der schlaffen Haltung. So kann das nicht weitergehen, haben sich die Behörden von Temeschwar gedacht. Und entschlossen gehandelt. Verkehrspolizisten stehen schließlich vor Publikum, gewissermaßen auf der Bühne. Und je länger – sprich: im Stau – desto schlimmer. Es sei denn, sie bekommen zu ihren, nun ja, nicht eben vorteilhaften...

Johan Inger: «Point of Eclipse»

«Schwanensee» mit glatzköpfigen Typen in Tutus. Kräftige Häkelhakenbeinchen, in die Luft gestreckt. Ballett, das in Alltagsbewegungen seine Grazie ebenso findet wie im Spagat. Auf der Bühne: Lampen, Tische, Äpfel. Tellerstapel fliegen zu Boden, Tänzer fliegen durch den Raum. Wirbeln über Böden mit schwarzem Kunstschnee, stoßen an Wände, leere Räume. Üben barfuß...

Brief aus Taiwan

Es ist das Jahr, in dem das Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan seinen 35. Geburtstag feiert. Kurz nach dem chinesischen Neujahrsfest im Februar brannten das Studio sowie der Fundus des berühmten Ensembles ab (wir berichteten). Bühnenbilder und Kostüme vieler wichtiger Produktionen wurden zerstört. Eine Welle der Hilfsbereitschaft ging durchs Land. Spenden von mehr...